Verfahren und Abgekommen

2 Beiträge in diesem Thema

Empfohlene Beiträge

Gast FreeControl

Hallo Community.

Es ist jetzt etwas mehr als ein Jahr seitdem ich PickUp kennengelernt habe. Die Vorgeschichte zu dem was ich gleich schreiben werde ist so lang das selbst die Kurzfassung wohl ein 10-Zeiler wird.

Ich lernte PickUp während meiner ersten, im Endeffekt 8 Monate dauernden Beziehung kennen. Keine Ahnung von nichts, 18 Jahre alt und wohl leicht zu überzeugen schmiss ich mich ran. Ich hatte wohl damals das Gefühl "ich finde viele Frauen besser als meine Freundin" und machte mich daran PU näher kennenzulernen. Mit meiner Freundin legte ich mich immer mehr an. Sprüche von ihr wie "Es ging immer nur um dich, du warst an allem Schuld, du hast mich nur belogen, dich immer verstellt und ich hasse dich und musst das nachvollziehen können weil ich es verdient habe dich zu hassen" lassen mich an der Tauglichkeit dieser Beziehung zweifeln. Doch was ich von der Community zurückbekam(von dem Teil den ich damals unangenehm kennenlernte) war: "Du hast dich übernommen, du hast zu viel gewollt, such die Schuld mal bei dir" Sie haben mir das was meine Freundin die ganze Beziehung immer wollte auch noch unterstützt. Die Beziehung durften wir nicht offiziell machen, wir durften uns nicht küssen, nicht mal händchenhalten was weiss ich. Ich durfte ihr keine Komplimente machen, kein "Ich liebe dich" sagen, "man würde eh nur zusehen wie lange die Beziehung dauert". Aber ich war 18. Ich wollte eine Freundin und verdammt nochmal: Ich hatte keine Ahnung von Allem! Woher sollte ich wissen wie sie mich kastriert! Woher sollte ich wissen was da passiert?! Ich war davor immer der Pausenclown, der der alle zum Lachen brachte, hatte aber trotzdem stets überdurchschnittliche Noten was mich mit ihr anfreundete. Tadaa nun stehe ich da und was die Community mir sagt ist: "Hättest dich nicht kastrieren lassen sollen. Du kannst sie nicht für ihr Verhalten verantwortlich machen. Sie war sauer, und hat Recht dass du es verstehen musst". Ich starb fast innerlich, ging in Therapie(auch auf Anraten der Community) und was mein Therapeut mir sagte war das Gegenteil: "Hör auf an sie zu denken! Du konntest damals nicht anders handeln! Lass dir nicht von Anderen sagen was schlimm ist und was nicht. Natürlich hast du was falsch gemacht und sie auch, und das was sie dir nach der Beziehung gesagt hat sollte bei dir sämtliche Alarmglocken klingeln lassen." Doch da hatte sie längst gewonnen. Ich hatte mich zurückgezogen, die Einstellung übernommen "Ich habe einfach nicht das Zeug für PU." Ich habe alles geschluckt was die Community mir schrieb: "Du hast sie einfach nicht "verstanden", dir fehlt die Empathie" und was weiss ich nicht was. Folge war: Mir fehlte alles und immer wenn ihr was fehlte, sollte ich doch mal zuerst den Fehler bei mir suchen. Ich bin ein Amateur ein Volltrottel und jeder 3. Kerl hatte eh schon so und so viele Lays und so und so viel Frauen und was weiss ich nicht was.

Das Ende vom Lied war, dass ich sie ignorierte, dem Freundeskreis entfloh unter dem Vorwand "Dem ganzen aus dem Weg gehen zu wollen". Sie merkte das, ich wurde gemobbt, als Klassenclown war ich zwar nicht unbeliebt aber hatte auch nicht den "stärksten Ruf". Ich wehrte mich nicht, denn ich war ja Schuld an Allem, war zu inkompetent Frauen einzuschätzen, hatte keine Empathie, habe sie einfach nicht verstanden und sie machte sich, so ihr EIGENER WOrtlaut: "EINEN SPAß DARAUS." Sie sagte wörtlich: "Es macht mir Spaß dich zu mobben und ich fühle mich auch besser." und ich müsse das verstehen. Ich glaubte auch das, schrieb gar nicht mehr hier ins Forum denn die meisten im For Beginners Bereich in dem ich mich damals aufhielt teilten diese Meinung. Es war schon zu spät. Alle schaarten sich um sie, meine Noten gingen in den Keller, ich verlor meine Freunde. Vielleicht weil ich auf sie zu schwach wirkte, zu zerbrechlich, vielleicht weil ich nicht "Alpha" war. Keine Ahnung. Es blieb mir nichts. Und als nichts mehr blieb hat sie ihr eigens erklärtes Ziel erreicht: Ich war draußen. Raus aus der Stufe, schwänzte die Schule wo ich im Vorjahr noch einen Schnitt von 1,5(!!!!!!) am Gymnasium hatte. Fehlstunden, Somi-Noten im Arsch, Anrufe der Lehrer. Das ganze Programm. Die Stufe bekam das logischerweise mit und sah mich jetzt auch noch als den "Vollpfosten, Dummkopf und was weiss ich nicht alles." Ich begann dann die Leute zu hassen. Einige weil sie ihre Freundschaft öffentlich kündigten, andere weil sie zu meiner Ex gingen, andere wiederum einfach dafür dass sie mich nicht verstanden. Und ja jeder PU'ler würde jetzt wieder sagen: Zeichen von Schwäche! Man hasst nicht! Man ist mit allen befreundet! Ich selbst habe die Probleme! Ich sollte an mir arbeiten! Aber wie arbeite ich an mir, wenn es ein Teufelskreis ist? Ich keine Unterstützung habe. Schon gar keine Chance mehr bei Frauen? Keine guten Noten? Keine Motivation?

Dann lernte ich "Hatchet" kennen. Ein Ausnahmebeispiel dieser verkorksten Community. Er machte mich auf die Seite meiner Ex aufmerksam. Unterstützte mich auf einmal. "Möchtest du wirklich noch was mit so einer Frau zu tun haben?" "Waren das dann wirklich deine Freunde?", "Klar ist es möglich dass 98% der Stufe Idioten sind. Wenn 98% der Stufe dich nicht so akzeptieren wie du bist, selbst wenn du gerade in einem Tief und traurig bist, dann sind es 98% Idioten." Er half mir auf die Beine. Meine Noten besserten sich wieder. Freunde habe ich heute eigentlich kaum mehr welche. Nur noch meine Familie, der Freund meiner Schwester, Freunde meines Bruders und einige vom Tanzkurs. Aber das alles sind alles Leute die nicht in der Schule sind. In der Schule schlägt mir jeden Tag folgendes Bild entgegen mit dem ich bis heute nicht lernte umzugehen:

1. Alle scharen sich um meine Ex. Meine alten Freunde machen ständig was mit ihr, sie redet mit allen, hat Spaß. Klar vielleicht sehe ich das nur so, aber ich stehe allein da, und mir fehlt sämtliche Motivation, denn

2. Sind meine Noten zwar wieder besser, aber die schlechte Stimmung die von allen Seiten auf mich drückt lässt micht immernoch schwänzen. Mündlich stehe ich überall 2 und besser. Ohne Ausnahme. Aber mündlich 5 oder schlechter. Da ich schwänze. Da ich mich nicht mehr traue. Es schlägt mir ja sowieso von allen Seiten Abneigung entgegen. Und die Einstellung "98% der Stufe sind Idioten". Mal ehrlich. Damit komme ich nicht weit. Ich machs mir nicht leicht, aber ich kann es mir auch nicht leichter machen.

3. Habe ich diese Momente, wo ich dann mit meiner Familie oder eben jenen "außerschulischen Freunden" zusammenbin die mich aufmuntern wo ich mir sage: "Du kannst das packen! Du musst es einfach mal anpacken! Scheiss auf die Anderen! Mach dein Ding! Es sind nur noch 2 Monate bis zum Abi! Das packst du das packst du!". Doch dann komme ich in die Schule. Ich sehe sie, die ich abgeschossen habe. Meine Ex, mit all ihren "neuen Freunden". Mit ihren Erfolgen. Lachend. Nahezu perfekt. Unantastbar. Und unter dieser Hülle sehe ich zwar ein im Stolz gekränktes selbstbewusstseinsschwaches Mädchen, aber was bringt es mir? Es kann nicht der richtige Weg sein jetzt alle um mich scharen zu wollen. Quasi zu kontern. Wahrscheinlich tat sie dasselbe, sie mobbte mich schließlich auch. Aber kann ich es ihr nachweisen? Ich kann ihr nichts nachweisen, ich könnte nichtmal ihre Zitate gegen sie verwenden, denn wen hätte ich auf meiner Seite? Sie könnte easy sagen: "Das habe ich nie gesagt!" und alle würden ihr blind folgen. Sie hat ihre Absicht vor meinem Gesicht genauso geäußert: "Sich zu rächen, mich zu mobben." Denn es macht ihr ja Spaß....Und ich gebe ihr selbst heute noch Recht...zumindest teilweise. Ziehe den Schwanz ein. Denn welche Chance habe ich? Schwänze die Schule. Denn wie soll diese noch Spaß machen? Trauere meinen alten Zeugnisschnitten, meinem alten Leben hinterher. Denn wie soll ich es wiederbekommen?

Ich komme aus diesem Motivationsmomenten also hyperschnell raus. Sobald ich in der Schule bin braucht es nur einmal wieder einen Hinweis von Lehrer oder Mitschülerseite(meisten ihre Freundinnen) in Sachen Noten und ich habe wieder einen Schlag vors Gesicht. Die Mädels von ihr und sie selbst sehen das und machen fleißig mit. Lachen, Sprüche wie "Tja ist das bei ihm was Neues?" höre ich jeden Tag. An dem KIndergarten möchte ich zwar keinen Teil haben, mich nicht auf das Niveau begeben, aber weh tun und das ist verdammt nochmal das was kaum Jemand sieht, tut es trotzdem. Ich mache da nicht mit. Nein ich ignoriere es immernoch höflich, denn wehren kann ich knicken und würde nur zeigen dass ich wert auf das lege was sie sagt. Ich würde mich gerne wehren. Ich würde ihr gerne den Schmerz zufügen den sie mir zufügte. Würde ihre narzistische empathielose Ader gerne jedem offen legen. Doch wozu? Würde es mich weiterbringen? Keine Ahnung.....

Ich weiss auch nicht was dieser Thread bringen soll. Aber ich dachte ich schreibe ihn hier herein umd mal zu zeigen wie einen sowas auch zerfressen kann. Oneitis-Taktiken hin oder her. Wer tief drin steckt, steckt tief drin. "Haste Scheisse am Schuh, haste Scheisse am Schuh" um es in den Worten eines Fußballers zu sagen. Ich weiss dass ich es kann. Ich bin nicht hässlich und es gab mal eine Zeit wo Frauen sogar um meine Hand angehalten haben. Aber ich war damals unsicher, und sowieso pubertär, also bedeutete das nicht viel. Trotzdem gab es diese Zeit. Ich bin verdammt nochmal intelligent. Hatte immer gute Noten. Ich war immer beliebt, zwar als Klassenclown, den ich nach Kennenlernen von PU abgelegt habe(und die Quittung in Form von dem Sieg meiner Exfreundin bekam), aber ich war beliebt. Ich bin sportlich. Spiele Badminton, Fußball, Volleyball und Tanzen. Bis zu 6 mal pro Woche. Meine Güte und jetzt? Das bringt mir alles nichts wenn meine Zukunft dadurch in den Arsch geht.

Der Sieg, der "scheinbare" Sieg meiner Exfreundin zieht mich runter und kein PUler der Welt könnte sich mit ein paar Taktiken, sozialen Interaktion als Anfänger aus so einer Situation befreien. Ich bin nicht mehr der Klassenclown sondern auf einmal genau das Gegenteil: Der der traurig ist, der nicht mehr viel sagt, der von seiner Ex kastriert wurde. Die Leute die nicht zu ihr gerannt sind, meiden mich wegen meiner AUsstrahlung. Mein Therapeut sagte mir auch nur: "Das ist eine Zwickmühle aus der die wenigsten Menschen rauskommen, aber eine in der sie sich nach Ende der Schulzeit wohl nicht mehr verstricken werden." Es ist hart. Ich glaube sogar aussichtslos. Wie macht man 18-jährigen Mitschülern, die im Prinzip genausowenig Lebenserfahrung haben wie ich klar von 0 auf 100, dass ich gar nicht so schlimm bin. Dass ich Niemandem etwas böses will, sondern genau das Gegenteil: Wieder Freunde, wieder Kraft, wieder Motivation? Da kann man mich noch 1000 mal darauf hinweisen dass durch das Schwänzen und schweigen meine Noten in den Arsch gehen. WAS ÄNDERT DAS? Nichts! Denn die Situation bleibt dieselbe! Klar kann ich nen Scheiss draufgeben, dann muss aber nur einmal wieder ein Seitenhieb in Form der "besten Bekannten meiner Ex oder meiner Ex selber kommen und schon sind wir wieder da. Ich kann kein Fundament aufbauen wenn jedesmal wenn ich es versuche mir irgendwie die Säulen zersägt. Ich kann mich nicht weiterentwickeln wenn das Umfeld mir auf jede Entwicklung mit Abneigung entgegenschlägt. Denn das gibt jedesmal das Gefühl: "So wie du dich gerade verhälst ist es scheisse/schwach/minderwertig/nicht unterhaltsam/nicht produktiv". Und das wiederum gibt einem irgendwann die EInstellung "Egal was du machst: Es funktioniert sowieso nicht".

Das ist ein langer Text und oh gosh ich erwarte nicht dass ihr darauf antwortet. Ich warte auf das einscheidende Erlebnis. Auf meine "Stunde". Auf den Moment in dem IRGENDWAS passiert dass es wieder besser wird. Aber die Hoffnung dafür ist weg. Ich habe alles versucht. Sie zu ignorieren und ihr neckisch zu begegnen. Leute auf Parties einzuladen und und und...Es klappt nichts. Es bleibt nur das Hoffen und der letzte Funken Motivation. Die Hoffnung auf ein gutes Abi habe ich aufgeben müssen. Die Hoffnung auf Freundschaft habe ich aufgeben müssen, da ich eben momentan der absouluten Einstellung bin "Egal was ich anpacke es geht eh schief, ich wirke scheisse auf Leute und eh total abstoßend" und wirke wohl auch so. Gegen meine Ex kann ich nicht anstechen. Was bleibt mir?

Was bleibt mir....

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Akzeptier, dass die Sache vorbei ist.

Dein ganzes Verhalten wirkt total reaktiv. Du willst kontern, reagieren, etwas "gegen sie verwenden" - wozu das alles?

Mach etwas aus deinem Leben, arbeite auf deinen Traum, schreib gute Noten, lern neue Leute kennen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Mitgliedskonto, oder melde Dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Mitgliedskonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Mitgliedskonto erstellen

Registriere Dich ganz einfach in unserer Community.

Mitgliedskonto registrieren

Anmelden

Du hast bereits ein Mitgliedskonto? Melde Dich hier an.

Jetzt anmelden

  • Wer ist Online   0 Mitglieder

    Aktuell keine registrierten Mitglieder auf dieser Seite.