Habe ich also das Problem?

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Gast FreeControl

Einige von euch kennen vielleicht meinen Thread "Ex-Calibur", welcher hierfür aber doch relativ unrelevant ist. Einzige relevante Info: Ich habe mit einer Ex vor nunmehr 3 Monaten(etwa?) Schluss gemacht, wir waren 8 Monate zusammen und ich komme immernoch nicht drauf klar.

Ich besuche bereits einen Therapeuten, da das nichts ist wofür man sich schämen sollte, schreibe ich das mal vorweg ;)

Mein Problem ist aber etwas wo ich doch hoffe dass der Ein oder Andere gleichgeschaltete "PickUpler" mir da helfen kann. Denn prinzipiell handelt es ja doch alles von Frauen.

Zu allererst: Ich habe mich gestern hingesetzt und über mehrere Stunden versucht meine "Gedanken" aufzuschreiben. Das bedeutet dass das recht viel wurde. Heraus kamen immer wieder fragen wie: "Darf ich dies und das?"; "Ist dies und das richtig?";. Alle mit dem Fundament dass es scheint als hätte ich Angst vor meinen eigenen Gedanken und Entscheidungen. Angst davor was falsch zu machen. Aber Allem voran Angst mich zu "verändern" bzw. etwas zu sein was ich niemals sein wollte. Das hängt auch mit PU zusammen. Ich habe das Gefühl PU ist was schlechtes. Das liegt aber auch nur, so belämmert das klingt, damit zusammen dass die Verhaltensweisen von PU LOGISCHERWEISE(!) eine Veränderung bei mir ausgelöst haben. Verbunden damit dass die Beziehung mit meiner Freundin daran zu Bruch ging könnt ihr euch denken wie ich gestürzt bin. Ich habe jetzt also Angst davor zum einen schon verändert zu sein(auf eine falsche Weise) und nicht mehr zurückzukommen und mich noch weiter zu verändern und mich irgendwann ganz zu verlieren.

Meine Not-Verhaltensweise die ich darauf jetzt immer mehr beobachten kann ist ein "strenges Kontrollieren" meiner Gedankengänge. Das bedeutet: Ich versuche möglichst jede Veränderung und alles was sich scheisse und blöd oder wie "PU" anfühlt z.B. beim kleinsten Anzeichen zu unterbinden. Wenn ich z.B. denke "meine Freundin war scheisse" kommt sofort: "Niemals, du hast dich falsch verändert, du bist schlecht, oder [beliebiges subversives Wort einsetzten]". Das geht auch gegenüber Anderen Personen. Wenn mir IRGENDWER quer kommt, knicke ich entweder sofort ein, weil ich ja ein "Arschloch-PUler" bin, bzw. ein "Asi-Dummkopf" oder was auch immer, oder entwickle einen ungeahnten Zorn und Hass der sich gar nicht direkt auf diese Person richtet, der mich dann zu einer "Leckt mich alle am Arsch"-Haltung führt. Das wiederum führt meistens zur Isolation meinerseits und dem stillen Schlechtreden der Personen. Ich war nicht immer so und ich beobachte bisweilen auch noch alte Wesenszüge von mir. Unvergleichlicher Humor mit dem mich viele meiner Freunde auch noch heute in Verbindung bringen. Schwachsinn-Gelaber, schlechte Witze all sowas. Aber immer wenn ich sie beobachte merke ich: "Oh verdammt du bist schon wieder anders drauf, du bist nicht mehr "verändert"" und was weiss ich nicht alles und versuche dann sogar zwangsweise mich selbst in ein Loch zu schiessen. Ihr seht: Das ist schon ein wenig selbst-sadistisch. Aber mehr als Offenheit kann ich nicht an den Tag legen um eventuell von einem von euch Erfahrungen oder Hilfe zu bekommen.

Inspezielle eine Thematik ist da meine Freundin: Ich habe Schluss gemacht. Mittlerweile habe ich das Gefühl ich hätte "einfach nur so" Schluss gemacht. Habe durch PU gelesen dass es theoretisch möglich ist viel geilere und tollere Frauen zu haben und wollte einfach hoch hinaus. Ich bin 19, also nennt es jugendlichen Leichtsinn. Ich habe sie dann spontan eine Woche ignoriert gehabt, das lief zwangsweise aufs Schlussmachen hinaus. Dann habe ich sie angerufen(ja am Telefon) und habe sie da zur Sau gemacht und Schluss gemacht. Seitdem hassen wir uns und seitdem massakriere ich mich selbst:

-Ich bin Schuld, ich habe das alles zu verantworten und sogar GEPLANT(das ist das was mir meine Freundin auch immer vorgeworfen hat: Ich sei Schuld an Allem, habe am Telefon Schluss gemacht, hätte sie ausgenutzt, mich nur um meine Pläne gekümmert und sie vollkommen auf der Strecke gelassen. Ihr ginge es gut seitdem wir auseinander sind und sie bereut nichts. Und sie gibt sogar offen zu dass ich nur so aggressiv reagiert hat weil sie immer auf stur geschaltet habe wenn ich ihr Vorwürfe gemacht habe.)

-Ich habe am Telefon Schluss gemacht

-Ich hatte nie wirklich einen richtigen Grund

-Ich habe mich falsch verändert und kann mich einfach nicht mehr kontrollieren und einschätzen

-Ich bin eine Maschine die sich nicht mehr ändern lässt und die Alles falsch macht.

Ihr merkt: Das nimmt depressive Züge an. Aber ich kann selbst nach 3 Monaten nicht herausfinden wer jetzt wirklich Schuld hatte und rede mir deswegen ein alleinig die Schuld zu tragen. Was ja nicht gerade unbegründet ist. Damit im Zusammenhang verstärkt sich natürlich die These, dass PU, oder das was ich aus PU gemacht habe, mich zu etwas schlechtem gemacht hat. Daraus folgert sich wieder eine absoulute Selbstablehnung. Angst vor meinen eigenen Gedanken und Handlungen, Isolation um bloß Niemanden zu belasten oder um bloß nichts falsch zu machen. Ja ich vermisse logischerweise auch noch meine Freundin(selbst heute noch) und die alten Zeiten, weswegen sich dazu noch Hoffnungslosigkeit und Niedergeschlagenheit addiert.

Ich habe auch einen Thread gelesen der hier im Forum etwas über "Scientology" und "NLP" schrieb. Okay NLP ist definitiv keine Sekte, denn ich finde NLP cool, aber nur durch das Lesen des Threads habe ich mir irgendwie Angst eingejagt: Was ist wenn ich irgendwann genauso werde? Was ist wenn ich auch mit Scientology in Berührung komme und mich nicht wehren kann(oder sowas.). Alles läuft darauf hinaus, dass ich Angst habe mich nicht wehren zu können, hilflos oder gar ein Opfer zu sein. Ich meine welcher gesunde Mensch denkt schon daran in 20 Jahren zu Scientology zu gehören und schreibt deswegen schon jeglichen Lebenssinn ab ;) Ich z.B.! Und das verstehe ich nicht.

Früher war alles anders. Aber den Satz hört man von vielen Menschen. Es war besser, ich hatte eine Freundin, keines der oben genannten Probleme und war glücklich und beliebt. Heute stecke ich in einer jugendlichen Lebenskrise wo mir der behandelnde Therapeut bereits versichert hat dass ich nicht irgendwie eine starke Neurose habe, sondern dass dies einfach nur ganz Exzessive Persönlichkeitstörungen und Persönlichkeitsängste sind, die aber lange brauchen um behandelt zu werden. Ich wende mich nun an euch, aus dem Grund dass ich der Meinung bin dass ihr mir, als "Kenner" durchaus helfen könnt das ganze aus einem ähnlichen Winkel aufzuarbeiten. Erstmal würde ich aber gerne eure Meinung hierzu hören.

Mfg,

FC

bearbeitet von FreeControl

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- Therapie ist da eine gute Idee, dein Text liest sich so als brauchtest du da professionelle Hilfe.

Ein paar allgemeine Gedanken, probier einfach aus was dir zusagt:

- Sport ist oft gut gegen irrationale Ängste

- Statt dich auf deine Ängste, dein "ich ich ich", deine Fehler zu konzentrieren: worin siehst du den Sinn deines Lebens ? Wo siehst du positive Einflüsse durch dich auf dein Umfeld ? (Eine eigene Ethik, ein eigenes Wertesystem und Orientierung sind die sicherste "Impfung" gegen Sekten und schädliche Ideologien...)

Von Papst Johannes dem 23. wird erzählt er habe auf seinem Spiegel einen Zettel kleben gehabt auf dem stand "nimm dich nicht so wichtig!". Sympathische Idee, habe ich für mich übernommen. (Auch als Nicht-Papst nimmt man sich oft zu wichtig :ph34r: )

Wann hast du zum letzten Mal durch ein astronomisches Fernglas in den Himmel geschaut um dir klar zu werden wie klein wir sind ?

Nach solchen Relativierungen habe ich meist wieder die Kraft konstruktiv weiterzumachen...

bearbeitet von afc_squared

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Ich empfehle dir folgendes:

Sei selbstkritisch und schreibe auf welche Fehler du deiner Meinung nach gemacht hast. Es aufzuschreiben ist gut um Ordnung in deinen Kopf zu kriegen und Fehler einzugestehen.

Schreibe alles auf.

Und dann verbrenne den Zettel und denke nicht mehr an deine Fehler. Kein Mensch ist perfekt und du wirst noch Tausende Fehler in deinem Leben machen.

Also mach dir klar dass du Fehler gemacht hast. Aber das wars auch. Du hast Fehler gemacht, aber die Frage nach der Schuld bringt dich nicht weiter und lässt dich immer nur im Kreis drehen. Du hast Fehler gemacht, aber du hast keine Schuld.

Du hast keine Schuld. Du hast keine Schuld. Du hast keine Schuld.

Verzeihe dir selbst.

Gruß Pietro

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Gast FreeControl

Etwas Anderes ganz wichtiges, was mir grad explizit aufgefallen ist: Ich schreibe den Gedanken mal so auf wie er gekommen ist(in etwa):

Hey mir geht es gerade gut. Ich denke gerade nicht und bin abgelenkt. Ein schönes Gefühl. Vielleicht hilft es wirklich einfach nicht zu denken. Aber das wäre doch paradox. Wer nicht denkt kann sich nicht weiterentwickeln und verändern. Wenn ich nicht denke kann ich nicht kritisch sein und nichts ändern. Wenn ich einfach alle Gedanken wegschließe führe ich zu nichts. Wenn ich irgendwann ne Freundin habe und bei jedem kleinsten Problem sage "ich darf nicht daran denken/ich akzeptiere die Gedanken" dann binde ich mich doch krampfhaft an sie und es wird sich nie etwas ändern. Gedanken akzeptieren und nicht denken ist also total hirnrissig, fühlt sich trotzdem gut an. Wo ist der Clue? Ich werde nichts ändern oder beurteilen können wenn ich nicht denke. Dabei fühlt sich "nicht-denken" gut an. Ablenkung hilft aber wirklich, es hilft, aber ich habe das Gefühl dass es falsch ist weil ich so auf der Stelle tappe. Es wird bei PU gesagt: In jungem Alter braucht man Abwechslung, viele Freundinnen, ausprobieren. Doch ich kann mich nicht von etwas trennen wenn ich jeden Gedanken an es akzeptiere und vermeide.

Plus: Mir ist gerade aufgefallen dass ich das Gefühl habe gewisse "schizophrene" Züge zu haben. Okay ich bin NICHT schizophren. Weder halluziniere ich, noch sonstwas. Aber wenn ich denke, oder je nachdem an was ich denke, bin ich ein komplett anderer Mensch. Ich habe z.B. das Gefühl dass sich meinS chreibstil im Vergleich zu oben mega verändert hat. Und das innerhalb von einer Stunde! Ist das krank?

Ich habe jetzt gemerkt dass es sich gut anfühlt einfach mal zu sagen "Hör auf zu Denken", "vermeide jeglichen Gedanken". Doch ethisch komme ich damit wohl nicht klar, da das für mich wirkt wie: "Probleme wegschieben/ignorieren/auf der Stelle tappen". Und Zweitens habe ich das Gefühl dass Denken den Menschen irre macht. Sonst hätte ich nicht mit meiner Freundin schluss gemacht. Ja paradox: Hätte ich nicht soviel nachgedacht und krampfhaft versucht sie nach LSE-HSE-Standards zu analysieren wären wir noch zusammen. Nur die grundaufliegende Frage ist: Wäre das so gut gewesen? Menschen sind irgendwie krank weil sie denken habe ich das Gefühl. Ich weiss auch nicht was ich von diesen LSE/HSE-Dingen halten soll. Ich meine ganz ehrlich: Wie können wir schon ernsthaft sagen ob ein Mensch, ob Mann oder Frau, LSE oder HSE ist. Ihr merkt: Mir würde es wirklich helfen nicht zu denken. Das Problem ist nur: Sobald ich es versuche und z.B. meditiere habe ich das oben genannte Gefühl: Das ist KONTRAPRODUKTIV und macht mich VERRÜCKT!

Das kann noch addiert werden zu dem Oberen^^

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Sich professionelle Hilfe zu holen ist keine Schande und du kannst froh sein, dass das in diesem Land relativ einfach ist.

Vl. hilft es dir zu wissen, dass du nichtmal alle Fragen, die du dir stellst "richtig" beantworten kannst, weil einfach zu viele Faktoren eine Rolle spielen oder gar gespielt hätten ? (Hätte, hätte, Fahrradkette ...)

Ansonsten kann ich dir Raten, viel aber auch wirklich viel Sport zu machen.

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Deine Gedanken laufen im Kreis. Wie eine Schallplatte mit einer einzigen Rille. Das bringt dich nicht voran.

Dein Schreibstil hat sich nicht geändert.

Wenn du deine Gedanken mal nur kurz anhalten könntest um zu fühlen (ganz bewusst deine Gefühle wahrzunehmen) wärst du wahrscheinlich sehr schnell sehr viel weiter. Lies evtl. mal ein Buch von E. Tolle.

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Gast FreeControl
Deine Gedanken laufen im Kreis. Wie eine Schallplatte mit einer einzigen Rille. Das bringt dich nicht voran.

Dein Schreibstil hat sich nicht geändert.

Wenn du deine Gedanken mal nur kurz anhalten könntest um zu fühlen (ganz bewusst deine Gefühle wahrzunehmen) wärst du wahrscheinlich sehr schnell sehr viel weiter. Lies evtl. mal ein Buch von E. Tolle.

Genau bei sowas liegt auch irgendwo mein Problem ;) Ich habe das Gefühl mit PU und all dem an was geraten zu sein, was irgendwie einer "Lehre" gleicht, einer "ideologie". Also förmlich in etwas drin zu sein, manipuliert geworden zu sein und jetzt irgendwie, einem Infekt gleich, unheilbar davon besessen zu sein. Das klingt jetzt erstmal hart, ist es aber nicht, weil ich schließlich WEISS dass es Schwachsinn ist. Aber ein Buch von irgendeinem "Lehrenmeister" wie er auf Wikipedia beschrieben wird zu lesen, wäre da kontraproduktiv. Ich möchte das menschlich lösen und vor allem "ERLEBEN" und nicht mit irgendeinem Krimskrams von irgendwelchen Lehren. Sowas jagt mir GENERELL Angst ein, deswegen denke ich dass ein Buch zu lesen kontraproduktiv wäre ;)

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Tjo.. dann fahr mal ganz schnell den Computer runter, geh raus und lebe....

Tolle hatte ich nur genannt weil er Dinge die in den alten (Buddhistischen und Hindu-) Schriften erklärt sind zeitgemäß und sehr einfach auf klare Formeln bringt.

Gerade jemandem wie dir könnte das helfen zu verstehen was ich sagen wollte.

Also

- weniger Text , mehr erleben, mehr Gefühl

- die Gedanken ruhig mal zum Erliegen kommen lassen. Das ist kein Stillstand, ganz im Gegenteil... für mich die schwierigste Übung überhaupt...

- Wie Tolle sehr gut beschreibt wird der Geist dadurch wacher und effizienter.

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Gast FreeControl

Ich hatte gestern doch die eine oder Andere Erkenntnis. Und zumindest bezüglich meiner Freundin habe ich das Gefühl meinen Frieden gefunden zu haben. Die Dinge geschehen wenn man sie am wenigsten erwartet: Unter der Dusche. Ich war tatsächlich den ganzen Tag unterwegs. 3 Stunden Tanzen, dann ein Badminton-Turnier und am Abend eine kleine Tour nach MacDonalds mit einem Kollegen wo ich zufällig eine Frau getroffen habe die just in dem Augenblick an dem ich das Lokal betrat sich mit vollem Körperkontakt direkt neben mich stellte und mir etwas von "Prime Chickens" erzählte. Ich konnte das selbst nicht glauben: Mir ging es gut und die Frauen(die Frau) kam von selbst und ich hatte keine Probleme. Ein toller Tag. Ganz ohne verschwenderischen "Ex-Freundin-Gedanken". Ich habe gelebt.

Doch liegt bei meiner Problematik auf der Hand dass ich spätestens heute Morgen im Bett lag und mir dachte: "Was war das Gestern? Du warst abgelenkt, aber die Probleme sind nicht gelöst!". Ich schrieb erneut die "Ängste" auf. Und eine Veränderung war festzustellen. Die Ängste bezogen sich auf einmal auf mich. Einige Beispiele:

"Angst dass ICH die Menschen manipuliere/mit ihnen spiele, dass ich ein "falsches Schwein"/Schauspieler bin."

Wichtig war dann aber Folgender Punkt:"Warum habe ich Angst vor meiner Ex? -> Weil ich Angst habe mich ihr gegenüber gestellt zu verhalten, zu lügen, eine Maske aufzusetzen, ja auch ein falsches Schwein zu sein". Gleichzeitig stellte sich der starke Kontrast zu Folgendem Anderen Gedanken dar: "Ich WILL mich ihr gegenüber aber ECHT verhalten".

Will mich also echt verhalten und habe Angst es nicht zu tun. Also? Ich weiss nicht wirklich was an mir "echt" ist. Und darauf lief es hinaus. All die Identifikationsfaktoren, wie Fußballfan(von Al. Aachen), wie Volleyballer, Spanienliebhaber: Sind die echt? Habe ich mein ganzes Leben nicht nur gestellt und erlogen? Weiss ich wirklich wer ich bin und was ich will? Wie finde ich das raus? Auf jedenfall nicht durch denken...

Diese Frage bleibt offen. Die Frage nach dem selbst. Doch nun zu meiner Freundin: Ich saß also unter der Dusche und dachte wieder über folgende Thematik nach:

"PU sagt Man(n) braucht Abwechslung. Mehrere wenn nicht sogar sehr viele Frauen im Leben eines Mannes. Doch gleichzeitig steht PU in enger Verbundenheit zum "männlichen (nicht) denken" und dem "auf eigenen Beinen stehen". Wie soll man sich von etwas trennen und eine neue Freundin bekommen wenn man bei jedem verletztenden Moment in der Beziehung sagt: "Du darfst sie nicht ernst nehmen" oder "Denk nicht immer an das was war oder sein wird". So bindet man sich zwanghaft an die Frau. Man tappt, wie ich oben schrieb, auf der Stelle, weil man Veränderungen, negative Gedanken an die Partnerin, unterdrückt. Sowohl in der Zukunft, als auch in der Vergangenheit, als auch im Jetzt."

Also sagte ich mir: "Das kann so nicht richtig sein. Es gibt kein LSE und es gibt kein HSE. Denn LSE und HSE werden durch das "nicht-denken" vollkommen relativiert. Wo liegt also der Clué dass viele schlaue PUler trotzdem von LSE und HSE reden? Darin dass es Anlass dazu gibt sich einzureden "nicht-denken". Viele Situationen gibt in denen man sich das sagen muss. Und die gab es bei mir. Der Unterschied war nur: Vor PU suchte ich die Schuld immer bei mir, á la "Was habe ich falsch gemacht? Was kann ich besser machen?" und sagte mir schon damals(ja tatsächlich) "Du solltest nicht so viel denken!". Dann kam ich an PU und stellte die LSE/HSE-Sache fest und hatte Angst davor LSE-Merkmale an meiner Freundin zu entdecken. Ich begann sie also zu analysieren. Die Probleme blieben, aber diesmal suchte ich die Schuld bei IHR. Und das ist das was mir glaube ich diese "manipulativen Ängste" und die Ängste vor PU eingeflößt hat. Da hat sich halt etwas von Altroismus zu Egoismus geändert. Etwas was IHR und MIR nicht unbedingt gefiel. Die Beziehung scheiterte."

Wer das liest merkt: Hätte ich nicht soviel nachgedacht hätte es vielleicht geklappt, aber es ist nicht an mir daran zu denken wie es ausgegangen wäre. Mit meiner Erfahrung und nur anhand eines Buches kann ich weder sagen ob eine Frau LSE oder HSE ist. Ich frage mich anstelle dessen warum gibt es Menschen wie mich die das unbedingt WISSEN WOLLEN an was sie da geraten sind. Vor PU hats mich ja auch nicht gestört ;)

Die Problematik um das "Ich" bleibt allerdings. Ich kann nicht erwarten dass ich jetzt jeden Tag solche Dusch-Erkenntnisse haben werde. Und ich habe auch ein stückweit Angst dass das hier jetzt doch nicht die Erkenntnis war, ich fühle mich jedoch erleichtert und besser. Und ich habe gleichzeitig eine schicke Frau an der ich mich eventuell versuchen kann. Ich sage mir: Ich brauche nicht erwarten dass die Frauen zu mir kommen, wenn ich nicht erstmal zu ihnen gekommen bin. Dementsprechend fängt es wohl damit an dass ICH Frauen ansprechen muss bevor ich in die luxuriöse Lage komme dass Frauen mich ansprechen. Keine Angst dass ich sie manipuliere, ich werde lernen wie ich mit ihnen umgehe!

Danke euch ;) Feedback wäre schön und ich halte euch auf dem Laufenden

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