Wie kann man "bildliches" sprechen üben ?

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Hallo zusammen,

ich möchte zukünftig meine Sprechskills trainieren.

Zunächste möchte ich das "bildliche" Sprechen angehen.

Sprich das verwenden von Bildern, Methaphern,Symbole so dass bei meinem Gegenüber die kreative, rechte Gehinrhälfte angeregt wird.

Ich möchte beim sprechen einfach alle Sinne meines Gegenüber anregen.

Hat jmd Tips. parat, wie man anfangen kann soetwas zu üben ?

Viele Dank

Gruss deviet

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Hey deviet,

du hast mich per PN um Rat gefragt und sollst ihn erhalten :blink: Die Voraussetzung, um bildhafte (bzw. sinnesstimulierende) Sprache im Gespräch aktiv einzusetzen, ist zu allererst der passive Wortschatz. Hier empfehle ich dir neben einer gewissen Leselust speziell eine Reise ins Land der klassischen bzw. romantischen Lyrik – auch wenn Poesie für viele ein vor Kitsch triefendes rotes Tuch ist. Ich habe in meiner Jugend diesbezüglich viel gelesen und auch selbst geschrieben, was sowohl meinen Wortschatz erweitert als auch die Vielfalt meines Ausdrucks kolossal verbessert hat.

Auch die Bibel bietet sich für Metaphern und Bilder extrem gut an. Nebenbei gesagt und ohne blasphemisch klingen zu wollen, Jesus Christus war ein ganz hervorragender NLPler.

Es ist eine gute Sache, sich gelungene Formulierungen anderer zu notieren und dann Stück für Stück im eigenen Sprachgebrauch abzuarbeiten. Das heißt: Nimm dir vor, täglich eine bewußt im Alltag zu verwenden. So wie man es mit Fremdworten macht. Oder überlege dir, wie du Aussagen „versinnlichen“ kannst. So kannst du zum Beispiel den gelungenen Vorschlag eines anderen mit einem banalen „Find ich gut“ erwidern oder je nach Gusto mit „Das schmeckt mir“, einem strahlenden „Da geht die Sonne auf“ oder anderen Beispielen, die dir sicher auch ganz einfach einfallen können.

Und achte doch einmal auf jene Worte, mit denen dein Gesprächspartner sich ausdrückt. Oftmals haben Menschen da ganz eigene Präferenzen. Während der eine eher visuell kommuniziert, verwendet ein anderer vielleicht lieber kinästhetische oder auditive Attribute. Manche reden auch gerne in Metaphern und verwenden solche ständig. Hier kannst du lernen. Wenn du z.B. ein Kinästhet bist, Dinge im wahrsten Sinne des Wortes begreifen musst um sie zu verstehen, kann es eine spannende Erfahrung zu sein, einmal in den Mokassins eines anderen zu laufen d.h. seine Sprachgewohnheiten einfach mal für eine Weile anzunehmen. Du kannst auch z.B. einen „visuellen Tag“ einlegen, bei dem du bewusst danach schaust, deinen Fokus auf das offensichtlich Sichtbare zu richten und es in ebensolchen Modalitäten zu verbalisieren. Und von Mal zu Mal wird es dir einfacher fallen, so zu denken und zu reden. Oder einen auditiven Tag, in dem du ganz bewusst die Ohren spitzt und sich Dinge auf einmal gut oder schlecht anhören anstatt einfach so zu sein. Klingelt es? ;-)

Das ist einfach Übung. Letztlich ist es auch eine Sache der Wahrnehmung. Wenn du mit offenen Sinnen durch die Welt gehst, vielleicht auch einmal jene nutzt, die du sonst eher weniger verwendest, wird das deinem Ziel sehr zugute kommen. Ich wünsche dir viel Spaß dabei!

Herzlichst,

Tsukune

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