Wer ist Schuld an der Ehe?

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Die Pick-Upper Welt ist sich wohl in keiner Aussage mehr einig als dieser: "Männer wollen Sex und Frauen wollen Männer an sich binden!"

Weniger fanatisch ausgedrückt ist es wohl wirklich so, dass Frauen eigentlich eher eine Beziehung wollen und Männer lieber eher Sex mit mehreren Frauen haben wollen. Aber ist das wirklich so?

Tatsächlich ist es wirklich so, dass Männer leicht polygamer sind als Frauen. Was bedeutet leicht? Die Unterschiede sind schon gravierend. Wenn man Frauen fragt, wie viele Sexualpartner sie im nächsten Jahr haben möchten, kommt eine Zahl über 5 normalerweise nicht raus, bei Männern können die Zahlen bis zu 100 oder mehr Frauen gehen. Jedoch ist es so, dass, wenn Männer gefragt werden, ob sie lieber in einer Beziehung leben würden oder lieber Single sein möchten, signifikant mehr Männer sagen, sie würden lieber in einer Partnerschaft leben als Single zu sein, selbst wenn sie dann mehr Sexpartner hätten. Woher kommt denn das und sind das nicht eigentlich zwei gegensätzliche Aussagen, dass Männer mit 100 Frauen schlafen wollen und dann doch lieber eine Beziehung hätten mit einer einzigen Frau?

Auf den ersten Blick sind diese Aussagen gegensätzlich, doch wenn man es sich genauer anschaut, sieht man, dass der Mann doch ein sehr monogames Wesen ist. Warum?

Evolutionsbiologisch gesehn (Und wir erklären ja fast alles mit der Evolution) ist es so, dass die monogame Beziehung schon seit tausenden von Jahren (bis jetzt gab es keinen Fund, der diese Theorie nicht unterstützen würde) existiert. Natürlich war es am Anfang der Menschheitsgeschichte noch so, dass bei den Menschen Polygamie herrschte aber sehr schnell kam man dahinter, dass die monogame Beziehung für die Frau und für den Mann eigentlich besser ist. Warum?

Ein Mann, der mit vielen Frauen Sex hat, hat ziemlich niedrige Chancen, überhaupt Nachwuchs zu bekommen. (die Chance, Nachwuchs zu bekommen ist ja sehr gering, wenn man nur ein mal mit einer Frau Sex hat.) Vor allem hat dieser Mann, der sehr polygam lebt, sehr niedrige Chancen, dass sein Nachwuchs überlebt, wenn er welchen bekommt. Er kann sein Kind nämlich nicht beschützen, wenn es geboren wird. Deshalb starben schon vor tausenden von Jahren die meisten Männer, die polygam waren und viel Sex haben wollten sehr schnell aus (weil sie keinen Nachwuchs hatten, der sich weiter fortpflanzen konnte) und mit ihnen das Gen, welches bestimmte, dass sie polygam sind.

Somit kam auch die monogame Beziehung in der Steinzeit immer mehr in Mode, da monogame Männer, die in einem familien-ähnlichen Verhältnis mit ihrem Sohn und ihrer Frau lebten, viel größere Chancen hatten dass ihr Nachwuchs überlebt und sich somit auch fortpflanzen kann und seine Gene somit weitergibt.

Leider waren viele Frauen nicht so monogam, wie ihre Männer. Sie "gingen ihren Männern fremd" und bekamen oft Kinder von anderen Männern. Deshalb entwickelte sich langsam der Trend der Männer, eifersüchtig in der Beziehung zu sein. Sie wollten ja keine Kinder aufziehen in ihren familien-ähnlichen Verhältnissen, die nicht zu ihnen gehörten. Wer will schon Kuckucks-Kinder in seinem Nest haben. Deshalb entwickelte sich langsam der Trend dazu, feste Beziehung und Ehen mit seinem Partner zu haben, also ein Verhältnis zu haben, in dem die Frau dem Mann nicht fremdgehen kann. Belege dazu gibt es in mehreren Umfragen, die aufzeigen, dass Männer genauso eifersüchtig sind wie Frauen. Der einzige Unterschied zwischen Männern und Frauen bei der Eifersucht ist, dass Männer eifersüchtiger sind, wenn ihre Partnerin ihnen im Bett fremd geht (also Sex mit einem anderen hat) und Frauen eifersüchtiger sind, wenn ihr Partner sich in eine andere Frau verliebt.

So ist die gängige Ansicht, wie Ehen zustande kamen. Darüber hinaus sieht man an dem Beispiel der Ehe sehr gut, dass Männer eigentlich genau so sehr eine Partnerschaft brauchen, wie Frauen. Natürlich wollen wir (theoretisch) viel Sex mit vielen Frauen, aber praktisch sind Männer genauso so Beziehungswesen wie Frauen. :-D

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