Ein Field Report aus der Retrospektive analysiert

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Als mir diese Geschichte geschehen ist, hatte ich noch keine Ahnung vom Game. Ich hatte noch nicht einmal das gleichnamige Buch gelesen. Aber z.B. Körpersprache hat mich schon immer fasziniert und seitdem ich in der Schule etwas über die Evolutionstheorie gelernt habe (und heute noch von ihr überzeugt bin), versuche ich, Menschliche Interaktionen mit darwin zu erklären.

Um euch nicht zu verwirren: Nach dem Abi hab ich mir meinen Rucksack gepackt und bin alleine und ohne Plan (und ohne Spanisch zu können) nach Südamerika geflogen.

In einem Hostel in der Atacamawüste habe ich sie zum ersten Mal gesehen. Lauter Backpacker und alle wollten sie flachlegen. Nur ich nicht, denn ich war zu schüchtern , um sie anzusprechen. Sie war tätowiert und das, was man eine HB 11 nennt. Ausserdem grösser als ich, und auch älter (23). Also habe ich sie erstmal ignoriert. Irgendwann habe ich sie vor giftigem Wasser gewarnt, das sie sich in ihre Trinkflasche füllen wollte. Sie hat sich bedankt.

Zufällig waren wir dann zusammen auf einem dreitägigen Trip über die Anden, von Chile nach Bolivien. Insgesamt waren wir zu sechst und sie hatte noch ihre Freundin mit. Ich wusste nicht, was ich tun sollte, um dieses Wunderbare Geschöpf flachzulegen (ausserdem war noch ein Ami mit von der Partie, der auch an ihr interessiert war und den man aus einem Ami-Pilotenfilm hätte ausschneiden können). Aber ich wusste zumindest, wie eine selbstbewusste und dominante Körpersprache auszusehen hat und so habe ich meine Körpersprache in ihrer Gegenwart alle 30 Sekunden gecheckt.

Ach so: Auf der Andenüberfahrt war eine Frau dabei, der die Höhe nicht gutgetan hat. ich habe mit ihr Yoga- Atemübungen gemacht danach ging es ihr besser. (worauf ich hinauswill kommt am Ende)

Ich bemerkte langsam, dass die Dame an mir Interessiert war, unter anderem dadurch, dass sie und ihre Freundin sich auf französisch unterhielten- beide wussten nicht, dass ich Französisch kann, bis ich es ihnen sagte. Ausserdem setze sie sich im jeep ganz hinten neben mich und wenn sie sich unbeobachtet fühlte, berührte sie sich durch den Stoff ihrer Hose- ihr wisst schon wo.

Als die Tour zu Ende war und wir irgendwo in Bolivien angekommen waren, Fragte sie mich (während der Hüne von Ami danebenstand), ob ich nicht lust hätte, mit ihr und ihrer Freundin weiterzuziehen. Ich sagte ja.

Inzwischen waren wir uns sympathisch und wussten voneinander, dass wir auf einander stehen.

In irgend einer Anderen Stadt in Bolivien. Wir diskutieren zu dritt über Betrug und fremdgehen (sie wussten, dass ich eine Freundin in Deutschland hatte). Sie war dafür (also gegen Treue und für die unbeschneidbare Freiheit des einzelnen).

Am nächsten Tag waren die beiden Krank. Sie blieben es vier Tage. Ich hatte nichts und die beiden rechneten damit, dass ich mich verdünnisieren würde. Ich hatte aber lust auf Ruhe, las und versorgte die Beiden mit allem, was sie nicht direkt wieder von sich gaben. Also mit Cola, Tee und (manchmal) Keksen.

Als sie wieder gesund waren fuhren wir in eine andere Stadt in Bolivien. Die HB 11 zog mich mit den Worten"Komm mal mit" in unser zimmer, setzte mich auf ein Bett, sich auf ein anderes, sagte "I want to ask you a Question..." , kam rüber und küsste mich. Nach einer Weile sagte sie :"it´s better now" und wir gingen wieder zur dritten im Bunde.

Als diese ins Bett ging, ergingen wir uns im Patio in einer heftigen Knutscherei, aber wir teilten uns ja zu Dritt ein Zimmer,deswegen ging nicht mehr.

Am nächsten Tag ging Ihre Freundin in ein Internetcafé (das machte sie oft... zum Glück ) und ich wurde flachgelegt. Es folgten ein paar extrem geile Wochen, wie ihr euch denken könnt.

Wenn ich im nachhinein die Geschichte analysiere,und dies inzwischen nüchtern kann, so fällt mir vor allem auf, was für ein Überlebensfaktor ich (aus rudimentärer Sicht ) für die Beiden war.

- Ich warnte vor dem giftigen wasser

- Ich war die Begleitung in Bolivien (ein Land, in dem man als Frau (vor allem als so eine) als Freiwild betrachtet wird)

- In der Höhe half ich einer anderen mit Yoga- wissen, die Höhenkrankheit zu besiegen.

-Als sie krank waren, schaffte ich trotzdem noch Nahrung an und bot Schutz.

Ausserdem glaube ich, dass sie so an mir interessiert war, weil ich nichts von ihr wollte (bzw. das nicht gezeigt habe, das war sie nämlich gewöhnt). Dann durch meine dominante und furchtlose Körpersprache (zum Glück wusste ich darüber Bescheid!). Und Ausserdem der Tatsache, dass ich einer der wenigen alleine Reisenden war und dazu noch so jung (damals 19).

KOMMENTARE ERBETEN!

P.S.: Hab keine Ahnung, ob das nun hier reingehört, aber ein Offtopic ist es ja auch nicht.

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Hier kann man genauso wie aus deinem anderen FR nichts rausziehen. Es klingt für mich nur wie Prahlerei. Nichts für ungut, aber schau dir mal andere FR´s an, da siehst du wie man das aufbauen sollte, damit es den anderen auch was bringt

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Es ging mir hier nicht darum, mit meinen Erlebnissen Anzugeben (gut, es liest sich schon so, ich hab die geschichte getippt und dann reingestellt), sondern darum, den "Gesellschaftsbojencharakter", den Frauen haben irgendwie aus einer eigenen Geschichte rauszuziehen. Vielleicht habt ihr da ja schon alle durchgeblickt, aber ich bin immer noch davon fasziniert, wie sich mein Menschliches Bild von den Frauen immer weiter verabschiedet. Mystery redet von bestimmten Schaltern im hirn, die man umlegen muss und ich bin einfach erstaunt darüber,wie sehr das zutrifft. Sei einmal ein Schutz und du bist der Beschützer. Hilf ihr beim überleben, und sie wird dir helfen, deine Gene weiterzugeben. Gib ihr Nahrung und Du bist der Ernährer.

Das zweite, was ich rüberbringen wollte ist die riesige Macht, die die Körpersprache hat. Auf Frauen und auf Männer.

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