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Gast bonobometrie

Lese das besagte Buch jetzt auch. 

Erst hab ich ein paar PU Bücher gelesen. Bin auf die Straße und habe Frauen angesprochen. Das hst auch wunderbar geklappt nach einiger Zeit. Mit der Zeit war es mir ziemlich egal was Leute von mir dachten. Ich habe dreist Frauen angemacht und ziemlich oft welche mit nach Hause genommen. Leider ging mein SMS Problem nie weg. Sobald ich von der Frau getrennt war, bekam ich Ängste. Nur ein paar Stunden ohne Antwoet und alle möglichen Gedanken zischten durch meinen Kopf. „Sie hat kein Interesse. Sie lacht über mich. Sie hat mich von anfang an nur versrscht. Sie zeigt alles was ich ihr schreibe ihren Freundinnen.“ Ich dachte nie wirklich, dass eine einen anderen hat. Ich ging eher von einer generellen Bösartigkeit bei den Frauen aus glaube ich.

Mit 25-26 bekam ich Angst ohne Ausbildung dazustehen und ich fing ein Studium an. Ich hörte auf Partydrogen an jedem WE zu nehmen, später auch mit kiffen und rauchen. Ich fing mit Sport an und versuchte es auszuhalten alleine zu Hause zu bleiben. Nach zwei drei Wochen fühlte ich mich am WE alleine ziemlich wohl. Wenn ich Ängste bekam, versuchte ich sie auszuhalten. Ich war fest entschlossen alleine klarzukommen. Ich merkte zum ersten Mal, dass ich die o.g. Ängste besser aushalten konnte. 

Zur gleichen Zeit nahm meine Tante nach langer Zeit wieder Kontakt mit mir auf und wollte mich bei meinem Studium unterstützen. Leider unterstützte sie mich nicht nur finanziell, sondern auch emotional. Ich glaube, dass es dadurch wieder schlimmer wurde. Sie meint es nicht böse, aber unbewusst macht sie mich irgendwie abhängig durch Hilfe, Rat und Bekehrungsversuche.

Mit Ende 27 lernte ich eine junge Frau kennen, die ca 5 Jahre jünger ist. Wir hatten eine ähnliche Kindheit und fühlten uns dadurch etwas verbunden. Ich war seit langer Zeit mal wieder sehr verliebt. Ein jahr hatte ich keinen Sex und es störte mich kaum nach der langen promisken Phase. Sie hatte leider einen ähnlichen Charakter wie meine Tante. Sie wollte, dass ich glücklicher werde und hat gleichzeitig versucht mir Tipps zu geben und mich zu dominieren. Ich hielt es drei Monate aus mit ihr ohne auszuflippen wie sonst. Ich dachte ich hätte es überwunden. Ich ließ mich wieder gehen, fing wieder an zu kiffen. Oft auch mit ihr.

Irgendwann war ich im Urlaub. Witzigerweise zu Besuch bei einem PickUp Freak mit dem ich befreundet bin. Während des Urlaubs ging es mir nicht gut. Ich hatte einen Infekt und Fieber. Als wir telefonierten hatte sie wenig Verständnis für meine schlechte Laune. Sie schrie mich regelrecht an. Anstatt ihr Paroli zu bieten wechselte ich das Thema. Den Rest des Urlaubs hatten wir wenig Kontakt. Als ich wieder in Deutschland war, fragte ich nach einem Treffen. Sie meinte sie wäre verabredet. Am WE in einem Club hatte ich denn wohl zu viel getrunken und es ging wieder los. Ich schickte ihr peinliche Nachrichten in denen ich mich selber fertig machte. Diesmal war es schlimmer als je zuvor, denn ich konnte die Beziehung nicht abbrechen wie sonst. Normalerweise wurde ich wütend und es war nach ein paar Tagen gegessen. Ich konnte nicht aufhören und stellte ihr noch lange nach.

Seitdem ist mein Selbstwertgefühl mehr im Arsch als je zuvor. Ich hatte fast zwei Jahre mit schrecklichen Depressionen zu kämpfen. Durch viel Therapie bin ich jetzt wieder einigermaßen stabil und kann wieder arbeiten. Doch es klappt nichts mehr mit Frauen. Sogar junge Frauen mit Anfang 20, schüchtern mich regelrecht ein. Das war früher andersoder zumindest nicht so extrem. Ich komme mir wie ein Kind vor. Ich bin mittlerweile 30 und sie sehen einen erwachsenen Mann in mir. Doch ich mache mich sofort abhängig. Das belastet mich, weil ich es eigentlich durchblicke, doch das Bedürfnis nach Nähe so stark ist. 

Ich haue jetzt in der Uni rein. Da ich kein BAföG mehr kriege, muss ich jetzt auch arbeiten. Ganz finanziell unabhängig bin ich noch nicht. Strebe es aber an. Es entwickeln sich auch ein paar gute Freundschaften in letzter Zeit. Der Teil klappt besser als früher, auch wenn es mit Frauen schlechter klappt. Ich habe jetzt einen neuen, sehr erfahrenen Therapeuten. Dazu meditiere ich, mache Sport, arbeite an sozialen Kontakten, lese tausend Selbsthilfebücher und versuche mein Studium und Haushalt geschissen zu bekommen. Ich mache Fortschritte bei allem, aber es geht mir zu langsam. Außerdem habe ich Angst, dass all meine Fortschritte wieder zerstört werden könnten wie vor zwei Jahren durch die Erfahrung mit dieser Frau.

bearbeitet von bonobometrie

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Wow, krasser Text. Danke für´s öffnen und teilen. 

Am 14.3.2018 um 03:25 , bonobometrie schrieb:

Außerdem habe ich Angst, dass all meine Fortschritte wieder zerstört werden könnten wie vor zwei Jahren durch die Erfahrung mit dieser Frau.

kann ich verstehen. Nach solchen Erfahrungen öffnet man sich anderen nur noch sehr ungern. Da greift automatisch eine Art "Selbstschutz". Wobei auch dieser "Selbstschutz " irgendwo hinderlich sein kann.

Ich find´s cool dass du deine Phase hattest in der du dein Leben selbstbestimmt in die Hand genommen hast und einiges dafür getan hast. Sicherlich wirst du auch festgestellt haben dass du zu diesem Zeitpunkt eine ganz andere Lebensqualität hattest.

Es ist auch normal dass man irgendwann, irgendwie, wieder in seine alten Muster zurückfällt. War bei mir genauso und ist bis heute teilweise so. Wobei sie mittlerweile auch extrem abgeschwächt wurden durch neu installierte Mindsets. Die alten Muster wurden über Jahre eingeschliffen, da ist es leider nicht so einfach die fix ab zu ändern.

Viele Menschen machen den Fehler und versuchen das selbe wie du, fallen zurück in alte Muster und resignieren ala´"das bringt ja eh nix", "ich kann nix dafür", "das Schicksal ist gegen mich" etc. Diese Einstellung ist einfach, mit wenig arbeit verbunden und macht dauerhaft todunglücklich. Der Einzige Vorteil ist, es ist einfach. Aber man zahlt einen hohen Preis für diese Einstellung.

Ich würde das an deiner Stelle nicht als Scheitern betrachten.  Hier hilft es schonmal enorm wenn man seine Denke ein wenig umstellt. Sagen wir einfach es gibt kein Scheitern, es gibt nur Feedback. "Scheitern" wäre dann also das "Feedback" dass es so nicht funktioniert. "Fortschritt" ist das "Feedback" dass es funktioniert. Wenn etwas nicht funktioniert dann weißt du "ok, so geht es nicht. Ich muss es anders versuchen" Oder "ah, wenn ich XY  mache passiert ABC". Nennt man im Volksmund "aus seinen Fehlern lernen".

Dieses larifari "ich bin gescheitert/in meine alten Muster zurückgefallen" etc. triggert in dir Emotionen welche nicht sonderlich förderlich sind weil man sich durch die getriggerten Emotionen erst recht in die Opferrolle drängt. also man selbst drängt sich da rein. Nicht die anderen, die Welt, das Schicksal oder die Flüchtlinge. Das macht man selbst während man sich einredet dass die anderen Schuld seien. 

Du hast also Verantwortung für die und dein Leben übernommen und dir ein selbstbestimmtes Leben aufgebaut. Dann bist du in deine alten Muster gefallen*. Daraus kann man jetzt schlussfolgern 

- Wenn ich faul werde, rumkiffe und anderen die Verantwortung über mein Leben überlasse falle ich zurück in meine alten Muster

Und daraus kann man schlussfolgern

- Wenn ich mich zusammenreisse  und weiter an mir und meinem Leben arbeite führe ich ein glückliches, selbstbestimmtes Leben, unabhängig von anderen

Ich denke du merkst schon beim lesen dass so ein Mindset ganz andere Emotionen triggert welche dich zusätzlich motivieren dein Leben weiterhin selbst in die Hand zu nehmen. Man betrachtet es einfach rationeller. Da bleibt dirn vom logischen Aspekt gar keine andere Wahl als weiterhin die Verantwortung für dein Leben zu übernehmen und es weiter auszubauen. Weil du einfach siehst dass es dir mit diesem Weg besser geht.

Anderes Beispiel zum Feedback-Mindset:

Du sagst es läuft schlecht mit den Frauen, sie schüchtern dich ein etc.

Kann man jetzt so formulieren wie du.

Am 14.3.2018 um 03:25 , bonobometrie schrieb:

Seitdem ist mein Selbstwertgefühl mehr im Arsch als je zuvor. Ich hatte fast zwei Jahre mit schrecklichen Depressionen zu kämpfen. Durch viel Therapie bin ich jetzt wieder einigermaßen stabil und kann wieder arbeiten. Doch es klappt nichts mehr mit Frauen. Sogar junge Frauen mit Anfang 20, schüchtern mich regelrecht ein. Das war früher andersoder zumindest nicht so extrem. Ich komme mir wie ein Kind vor. Ich bin mittlerweile 30 und sie sehen einen erwachsenen Mann in mir. Doch ich mache mich sofort abhängig. Das belastet mich, weil ich es eigentlich durchblicke, doch das Bedürfnis nach Nähe so stark ist. 

Triggert irgendwo auch wieder negative Emotionen die dich verleiten dich in die Opferrolle zu begeben. "Ich kann machen was ich will, es klappt eh nicht" - kommt dir der Satz bekannt vor?

So, nun nehmen wir wieder das Feedback-Modell:

Du hast an dir und deinem Leben gearbeitet und ab einem gewissen Punkt hattest du eine Freundin. Dann wurdest du faul und bist in deine Alten Muster gefallen.

Daraus kann man schlussfolgern:

- Du hast dein Leben in die Hand genommen und irgendwann lief es einigermaßen mit den Frauen.

- Wenn es jetzt noch nicht läuft dann bist du und dein Leben noch nicht soweit.

Daraus kann man Schlussfolgern:

Es macht Sinn dich erstmal darauf zu konzentrieren wieder mit dir und deinem Leben klar zu kommen bevor du mit Frauen klarkommst. Dazu gehört auch  wieder zu lernen dass du es mit dir selbst aushälst und irgendwann nur mit dir selbst glücklich wirst. Wenn das passt ergibt  sich vieles allein mit den Frauen und ironishcerweise ist man dann auch nicht mehr needy weil man gelernt hat mit sich selbst zu sein.

In einem Stadium in dem man mit sich selbst nicht glücklich wird wünscht man sich einen Partner weil man dem Irrglauben erliegt dass dann alles besser wäre, in Wahrheit multiplizieren sich die Probleme anstatt dass sie sich halbieren.

 

Das was du im Moment versuchst erinnert mich an einen Hund der seinem eigenen Schwanz nachjagt. er dreht sich ewig im Kreis.

- Du weißt dass du needy bist und dass es deshalb mit den Mädels nix wird.

- Du weißt wie du es besser machen kannst weil du es schonmal besser gemacht hast

- Du weißt dass du in deinem jetzigen Stadium auch nicht mit einer Frau an deiner Seite glücklich wirst

- Du weißt dass es mehr Sinn macht erstmal dich und dein Leben zu stabilisieren

usw. Du weißt eigentlich ziemlich viel über dich und dein Leben, dummerweise willst du es nicht so recht wahrhaben und suchst jetzt ne Abkürzung über Textgame. Da sind wir dann beim Hund und seinem Schwanz die sich munter im Kreis drehen. Is halt wasted Time.

Ich kann dich schon verstehen, wenn es einem nicht gut geht erfordert es sehr viel Kraft, Mut und Willensstärle an seinem Leben zu arbeiten, lohnt sich aber mehr als sich mit aller Gewalt einen Partner zu wünschen der einem die Verantwortung abnimmt. Wird nicht passieren. Du musst lernen das allein zu meistern. Hast du ja bis zu einem gewissen Punkt geschafft.

Betrachte den Leben nicht in Scheitern und Fortschritt. Betrachte deine Situation als Feedback auf deine vorangegangenen Entscheidungen. Entweder es funktioniert oder nicht. Wenn es nicht funktioniert machst du es anders. Solch ein Denken hilft dir nen kühlen Kopf zu bewahren, Situationen rationeller einschätzen zu können und triggert Emotionen welche dich zusätzlich movieren anstatt dich runter zu ziehen.

Ich hoffe du kannst hier was für dich mitnehmen. Viel Erfolg.

 

 

* = Randnotitz: Viele schreiben "ich bin dann leider in meine alten Muster gefallen" was sich im ersten Moment so liest als könnten sie gar nix dafür. Man wacht morgens auf und *schwupps* is man in den alten Mustern. so läuft das aber nicht. In alte Muster zurückfallen ist immer eine bewusste Entscheidung. Zumindest ist diese Entscheidung bewusster als wir es selbst wahrhaben möchten. Dann dann erkennt man dass man mehr dafür kann als einem liebt ist. Man schiebt es gerne und all zu oft auf äussere Umstände. Wenn man aber mal wirklich ehrlich zu sich selbst ist, wird man sich zwangläufig eingestehen müssen dass man an dem "zurückfallen in alte Muster" zu einen sehr großen Teil selbst Verantwortlich ist. Meist wurde man einfach faul, hatte seine Ziele nicht mehr auf dem Schirm, man hat sich auf den Lorbeeren ausgeruht bis man vom Leben unsanft mit nem Arschtritt geweckt wird.

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