Design studieren und Überbrückung?

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Bin jetzt im 4. Semester Medieninformatik und merke, dass es nichts wird (zu viel Mathe und wissenschaftliche Theorie)
Meine Idee wäre jetzt etwas in der Richtung Design zu studieren (Grafikdesign, Industriedesign, Produktdesign...).

(Mein 'Traum' früher: einfach nur jeden Tag auf Arbeit allein meinen Kram erledigen und von den ganzen Leuten in Ruhe gelassen werden.

Irgendwann mit 12 hab ich mich eben auf Informatik festgelegt und war froh, nie wieder darüber nachdenken zu müssen, was ich später mal machen möchte.

Dann kam ich auf die Uni und sehe überall Leute, die sich Gedanken machen, Weltretter usw..

In meinem Viertel sitzt einfach so mal jemand auf der Straße und musiziert, verrückte Läden eröffnen und halten sich irgendwie. Mein negatives Weltbild zerbrach. :D)

Erste Hürde wäre die Mappe, worum ich mich in nächster Zeit kümmere. Habe auch schon angefangen meine Zeichnen-Skills zu verbessern etc.
Ich handwerke auch gerne, bastel herum und habe in letzter Zeit auch ständig Ideen, was ich mal (um-)bauen könnte.
Habe trotzdem im Internet gelesen, dass manche einfach nicht reinkommen aber ein anderer Angebote von 3 Hochschulen hatte...

Nicht, dass ich mir da etwas vormache und das alles sowas wie der Traum vom Rockstar ist.

Zweitens frage ich mich, falls ich dann tatsächlich angenommen werden würde, ich damit auch Erfolg habe, sprich: Es diesmal durchziehe, Design wirklich mein Ding ist, Freude dabei habe, und die einzelnen Fächer, Hausarbeiten nicht wie derzeit als Last sehe, sondern das alles gern mache, weil es mich auch so interessieren würde.
(In der Schule/Uni hatte ich immer Probleme, möchte endlich etwas machen, wo ich auch vorwärts komme und nicht ständig Probleme habe, wo ich früh gern aufstehe bzw. eine tiefere Motivation habe)

Und was wohl am wichtigsten ist: Wie sieht es danach aus? Würde ich eine Stelle finden? Wie ist der Arbeitsmarkt? Ist die Bezahlung gut oder brauche ich dann vielleicht noch einen Nebenjob, um über die Runden zu kommen?

Mein Plan wäre jetzt, zwar erstmal eingeschrieben zu bleiben (Vorteile wie: Mensa, Semesterticket etc.), aber übergangsweise jobben zu gehen, da ich bald kein Bafög mehr bekomme. Da ich noch nie gearbeitet habe, würde ich mich erstmal mit Lager, Kasse etc. zufrieden geben ;)

Daneben kann ich das mit dem Design-Studium ja nochmal überdenken und die Mappe machen.

(Kurz habe ich auch überlegt, sowas wie Work&Travel zu machen, scheint aber meine finanzellen Möglichkeiten zu sprengen, oder vielleicht ein freiwilliges Jahr? Oder eine Reise? Wenn jemand noch eine verrückte Idee hat, ich bin offen. Jetzt bin ich noch jung und habe Zeit dafür, das möchte ich nutzen!)

Außerdem werde ich, auch wenn ich nochmal studiere, trotzdem kein Bafög mehr bekommen.
Wird neben dem Studium noch so viel Zeit zum Arbeiten bleiben? Auch würde ich trotzdem noch etwas Zeit für Hobbys, Freunde etc. haben wollen.
Ist es überall erlaubt, Module zu schieben? Wäre ja kein Ding, wenn ich dann mal ein Jahr länger mache, dafür aber nicht hungern muss und allgemein mit meinem Leben zufrieden wäre.

Also, kennt sich da jemand aus? Wie sind die Chancen, was kommt auf mich zu?

Habe schon eine Webseite gefunden, wo Leute ihre Mappen und den Abaluf der einzelnen FHs hochgeladen haben (http://precore.net/)

Trotzdem suche ich noch jmd. der die Chancen und alles realistisch einschätzen kann. Vielleicht hat das sogar jemand studiert und kann etwas dazu sagen?

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Meine Idee wäre jetzt etwas in der Richtung Design zu studieren (Grafikdesign, Industriedesign, Produktdesign...).

Ideen...

Erste Hürde wäre die Mappe, worum ich mich in nächster Zeit kümmere. Habe auch schon angefangen meine Zeichnen-Skills zu verbessern etc.

Wenn es schon eine "Hürde" ist und du was "verbessern" musst, vergiss es...

Ich handwerke auch gerne, bastel herum und habe in letzter Zeit auch ständig Ideen, was ich mal (um-)bauen könnte.

Ich bastel auch gerne Gitarren, Gitarrenbauer bin ich deswegen trotzdem nicht.

Habe trotzdem im Internet gelesen, dass manche einfach nicht reinkommen aber ein anderer Angebote von 3 Hochschulen hatte...

Nicht, dass ich mir da etwas vormache und das alles sowas wie der Traum vom Rockstar ist.

Auf meiner Hochschule warn Anfangs 10 Leute im Kurs.

Von den 10 Leuten war ich und ein anderer da, die schon länger (im Alter von 22) mit 3d gearbeitet haben und gewisse Fähigkeiten/Wissen besitzen.

Die anderen kamen mit der Einstellung, "Ja ich zocke voll gerne, Mama bezahlt das Studium und nu will ich meine eignen Spiele machen".

Jo.. nu sind sie verschuldet, arbeitslos und flippen bei Maccis Burger oder machen völlig was anderes.

Bin der einzige, der in seinem Job Fuß gefasst hat.

So geht das aber vielen in meiner Branche. bzw in der "Design" Welt.

Wenn du von selbst aus nicht kreativ bist, ein gutes Auge, von dir aus selbst den Drang zum schöpferischen hast, bzw dir das erst "anstudieren" musst, ist das verschwendete Zeit.

Mein Dozent sagt mir damals bereits im ersten Semester: "Such dirn Job, du bist hier verkehrt."

Zweitens frage ich mich, falls ich dann tatsächlich angenommen werden würde, ich damit auch Erfolg habe, sprich: Es diesmal durchziehe, Design wirklich mein Ding ist, Freude dabei habe, und die einzelnen Fächer, Hausarbeiten nicht wie derzeit als Last sehe, sondern das alles gern mache, weil es mich auch so interessieren würde.

(In der Schule/Uni hatte ich immer Probleme, möchte endlich etwas machen, wo ich auch vorwärts komme und nicht ständig Probleme habe, wo ich früh gern aufstehe bzw. eine tiefere Motivation habe)

Frage dich mal lieber, ob du zZ Chancen auf dem Markt hättest.

Design (Klamotten oder was auch immer) ist überschwemmt von jungen Leuten, die irgendwas aufm Markt schmeißen um Geld zu verdienen... Und irgendwann Berlin F-Hain nen ranz T-Shirt Laden aufmachen mit räudigen Siebdruck Bildern.

Die Kluft zwischen Spaß/Geld wird halt größer, weil einfach viele "inkompetente" Leute den Markt überschwemmen, weil sie nen völlig illusorische Zukunftsvorstellung haben..

Seinen Träumen kann man hinterher jagen. Sollte man auch, klar.

Aber wir leben nun mal in der Realität...du musst auch was essen, Klamotten am Leib haben und dir auch mal nen Urlaub gönnen..

Ist die Bezahlung gut oder brauche ich dann vielleicht noch einen Nebenjob, um über die Runden zu kommen?

Kommt halt drauf an, was du machst und verkaufst.

Wenn du das nächste krasse Ding landest, ala iPhone, was jeder Heine will und braucht, nö.

Wenn du nur ne neue Handtasche, Klamotte, Print usw entwirsft, kannst du ggf kurz schnelles Geld machen, oder du kommst aus dem Krebsen garnicht raus.

Wie sieht dein Umfeld aus? Hast du Kontakte? Sprich: Bekannte in Branchen, die förderlich sein können?

Wenn nicht, vergiss es, oder stell dich darauf ein, seeeeeeeehr lange auf der Wartbank sitzen zu dürfen.

Meine Mutter und ihr Typ stellen Modeklamotten her. Teure Maßanzüge und Kleider. Haben einige Promis als Kunden.

Ich kann dir sagen, meine Mutter is am Rande des Burn-Outs und der Erschöpfung, da es immer noch keine Investoren gibt und sie bereits ne Menge Geld und Zeit investiert haben.

Warten Warten Warten.

Außerdem werde ich, auch wenn ich nochmal studiere, trotzdem kein Bafög mehr bekommen.

Wird neben dem Studium noch so viel Zeit zum Arbeiten bleiben? Auch würde ich trotzdem noch etwas Zeit für Hobbys, Freunde etc. haben wollen.

Jaien.

Eine Bekannte mach zZ ähnliches durch.

Erstes Studium (Museumswissenschaften lol...) geschmissen, nach paar Jahren.

2tes Studium (Informatik), wird sie wohl verkacken... weil nicht ihr Ding.

Muss nebenher arbeiten, hat Null Rücklagen, bekommt keine Aufstockung.

Sie is 28 und hat nur Abi und jobbt jeweils fürn Jahr in Klamottengeschäften.

Nen normalen 40 Std. Job will sie nicht, weil dann keine Freizeit.

Muss immer bissl traurig den Kopf schüttel, wenn sie darauf beharrt..

Habe schon eine Webseite gefunden, wo Leute ihre Mappen und den Abaluf der einzelnen FHs hochgeladen haben (http://precore.net/)

Trotzdem suche ich noch jmd. der die Chancen und alles realistisch einschätzen kann. Vielleicht hat das sogar jemand studiert und kann etwas dazu sagen?

In der Desingwelt interessiert niemanden eine feuchten Furz wo du studiert hast.

Was zählt ist dein Können! Dein Porfolio und deine CV.

Mich hat nie jemand danach gefragt. Ich zeige ihnen nur was ich gemacht habe und hab nen Job. Oder auch nicht.

Dafür hat man ne eigne Webpräsenz, nutzt Facebook, oder Grafikplatformen, wie CGHub oder Concept-art.org

Am besten funktioniert Mundpropaganda.

Wenn du gut bist, hast du nen vollen Mail-Ordner mit Anfragen..

Also.

Entweder du bist so gut, das du nur bissl die Werbetrommel schlagen musst, oder du sucht dir wirklich ne Ausbildung, wo du definitiv nen Job bekommst, der Geld abwirft..

Studieren um des Studierenswillen ist oft einfach nur verkehrt, wenne Anfang 30 nen Magna Cum Laude in Hasenpsychologie hast, aber nirgends nen Job findest und H4 beantragen musst..

Fragen:

Wie alt bist du? Und wenn du magst, schick mir mal paar Fotos deiner bisherigen Arbeiten, kann dir gerne was dazu sagen.

bearbeitet von Noodle
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