Gemeinsame Wohnung wirft Beziehung zurück...?

8 Beiträge in diesem Thema

Empfohlene Beiträge

- Dein Alter: 22 Jahre
- Ihr Alter: 21Jahre
- Dauer der Beziehung: 1,5 Jahre
- Art der Beziehung: LTR

Hey,

ich bin nun etwas länger als 1,5 Jahren in einer Beziehung mit meiner LTR. Ich kann die Zeit bislang durchaus als schön bezeichnen, wir haben vieles gemeinsam erlebt und vielleicht auch durchgestanden. Mittlerweile wohnen wir auch seit knapp 3 Monaten in einer gemeinsamen Wohnung. Die Anfangszeit war auch recht lustig, da wir beide zum ersten Mal vom Elternhaus alleine wohnten. Dekoration und solche Sachen überließ ich ihr, ich kümmerte mich mehr um das Handwerkliche.

Was mich mittlerweile jedoch hauptsächlich stört, ist die Tatsache, dass ich kaum noch meinen eigenen Freiraum besitze. Das beginnt damit, wenn ich einmal Lust habe Musik zu hören (mit Kopfhörern) oder einfach etwas Lesen will, sie mich im Nachhinein etwas mürrisch anspricht. Sie stellt sich den Abend kuschelnd vor dem Fernseher vor, womit ich jedoch nicht immer einverstanden bin. Ab und zu ist das durchaus in Ordnung, aber doch nicht jeden Abend.

Nun merke ich, dass ich mir meinen Freiraum regelrecht schaffe, indem ich mir nun einen Verein suche, um zumindest außerhalb der Arbeit auch einmal etwas nur für mich zu tun.

Im Urlaub sind wir nun in unsere Heimat zurückgekehrt und nahezu jeden Tag möchte sie sich mit mir treffen. Nach ihren Aussagen ist ihr langweilig und Freunde mit denen sie sich treffen könne, habe sie nicht. Ich hingegen möchte die Zeit nutzen mich mit meinen Freunden zu treffen und auch etwas mit meiner Familie zu unternehmen. Daher habe ich sie nun des Öfteren auch abgewiesen. (2 Treffen hatten wir in einer Woche dennoch).

Dieses ständige Fragen beginnt mich mittlerweile sogar zu belasten, denn es bringt mich immer mehr auf Abstand zu meiner LTR. Ich genieße gerne die Zeit auch ohne meine LTR, was ich gerade in einer Beziehung für wichtig halte. Nun fragte sie mich kürzlich, ob ich sie liebe und warum...

Ich habe ihr bereits schon öfters gesagt, dass ich die Zeit mit ihr schätze ich jedoch auch Dinge für mich tun möchte. Insbesondere mich mit Freunden treffen oder einfach etwas Ruhe genießen.

Sie hingegen würde am Liebsten die gesamte Zeit bei mir sein, vielleicht sogar etwas Verlustangst. Doch gerade diese Einstellung bringt mich wie gesagt immer weiter auf Abstand, sodass ich auf lange Sicht das Gefühl habe, dass die LTR scheitert.

Was kann ich tun, um das zu stabilisieren?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Was willst du hören? Auch wenn dir das nicht hilft: Selbst schuld. Dir sollte von vorn herein klar gewesen sein dass das in deinem Alter nicht funktioniert. Deine Freundin ist ne nervige Klette die dir deine Freiräume nicht akzeptiert. Was hilft? Ne größere Wohnung im WG-Stil suchen, falls ihr euch das leisten könnt. Oder ruhig und sachlich das Gespräch suchen, und sagen dass gerade weil dir die Beziehung viel bedeutet, ihr wieder auseinander ziehen solltet.

Was mich ausserdem interessiert, hast du ihr überhaupt klar und deutlich kommuniziert dass du diese Freiräume brauchst, oder reagierst du einfach nur abweisend wenn du allein sein willst?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

was mich interessieren würde ob du dir auch wirklich Gedanken darüber gemacht hast.

Ich meine wenn man mit seiner Freundin zusammenzieht ist das doch ein sehr großer Schritt und das würde ich durchaus auch als "ernst machen" bezeichnen. Sprich danach folgt Ehe und Kinder (im klassischen Sinne).

Lösungsvorschläge hat Enatiosis gegeben. Denke dem ist nicht mehr was hinzuzufügen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Das:

Selbst schuld.

Und das:

Was mich ausserdem interessiert, hast du ihr überhaupt klar und deutlich kommuniziert dass du diese Freiräume brauchst, oder reagierst du einfach nur abweisend wenn du allein sein willst?

  • TOP 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Zum einen würde ich niemandem raten, von zu Hause auszuziehen um mit seiner Freundin zusammenzuziehen. Niemals. Erstmal in eine WG oder ein Einzelzimmerappartment, um sein eigenes Leben aufzubauen und zu gestalten - und um zu lernen, was alles im Haushalt getan werden muss. Zweitens würde ich niemals nur ein gemeinsames Schlafzimmer haben. Jeder soll sein eigenes Zimmer haben, in das er sich zurückziehen kann. Wenn man bock hat, kann man sich ja jede Nacht zum anderen ins Bett kuscheln - man muss aber nicht. Überlegt euch gemeinsam, dass Wohnzimmer in dein Zimmer umzuwandeln. Fernsehen kann man ggf. auch vom Bett aus, wenn man fernsehen mag ... (wobei ich zu ganz abschaffen rate, aber das nur nebenbei).

Drittens: Sag deiner Freundin, dass ihr Verhalten sie unattraktiv für dich macht und das du hoffst, dass sie sich ein Hobby sucht, bei dem sie zwei, drei Abende unter der Woche unterwegs ist. Genau wie du.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Bin auch viel zu früh mit meiner Ex zusammen gezogen. Im Prinzip die gleiche Geschichte. Sie kaum Freunde, hat nur nebenher gejobbt um die Zeit zum Studienanfang zu überbrücken. Ich unter der Woche arbeiten, Training, Band. Und dann dank meines jungen Alters noch der Drang, am Wochenende in die Stadt zu fahren und zu feiern. So haben wir uns zwar jeden Tag gesehen, aber wirklich aufregend war die gemeinsame Zeit nur selten. Dazu unterschiedliche Vorstellungen davon, wie sauber die Bude sein muss und generell meine Zurückhaltung bei der Hausarbeit. Gab mit der Zeit immer mehr Streit. Rückblickend würde ich das nicht mehr so machen, aber die Erfahrung hat mir letzten Endes nicht geschadet.

Du kannst nicht viel mehr machen, als dir deinen Freiraum zu nehmen und ihr das so zu erklären, wie du es bereits getan hast. Kann mir vorstellen, dass es ne Menge Taktgefühl erfordert, ihr klar zu machen, dass du sie trotzdem liebst. Wenn sie es dann wirklich nicht verstehen und aktzeptieren kann, bleibt dir nur die WG wieder aufzulösen. Das wird unter Umständen sehr problematisch, ich weiß ja nicht inwiefern sie finanziell darauf angewiesen ist, dass ihr zusammen wohnt. Deshalb sowas nächstes Mal wirklich sehr, sehr sorgfältig bedenken.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich würd's nicht mal zwingend an der gemeinsamen Wohnung oder dem Alter festmachen, sondern schlichtweg daran, dass sie auf dem sozialen Abstellgleis steht, sprich: sie hat keine Freunde, einziger Bezugspunkt für sie bist Du (und Familie), am Selbstbewusstsein wird's auch scheitern. No offense, aber dein Screening war beschissen.

Daher mein Tipp: wenn Du Freiraum willst, dann nimm' ihn dir. Sag ihr, dass Du jetzt Mitglied im neuen Fitnessstudio bist und nebenbei zum Bouldern in die Halle fährst. Kommunizier direkt, dass Du deinen Freiraum brauchst. Keine Diskussion, auf Drama wird nicht eingegangen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich (seiner Zeit 29) bin nach einem Jahr bereits mit meiner damaligen LTR (24) zusammengezogen, es ging seiner Zeit stark von ihr aus und ich habe mich einfach drauf eingelassen, nachdem Motto "es ist jetzt schön und bestimmt wird die gemeinsame Zeit noch schöner sein", tja 6 Monate später war die Beziehung hinüber.

Ich kam aus meiner eigenen Wohnung und sie aus dem Elternhaus, wir hatten die Eltern dann auch noch 600m von uns entfernt wohnen und dort musste jeden Morgen vor der Arbeit und jeden Abend nach der Arbeit der Hund von ihr abgeholt und hingebracht werden. Teilweise hat die Mutter dann auch bereitss Abendessen für meine Ex gemacht und so wurde letztlich immer mehr gemeinsame Zeit aufgezehrt.

Das war aber nicht mal das Schlimmste.. wir hatten völlig unterchiedliche Vorstellungen:

- Sauberkeit: Der Hund konnte fast alles mit Haaren voll sauen, mir wurde dann aber direkt vorgehalten, wenn ihr ihr Handtuch nach der Dusche benutzt habe. Wenn z.B. ein Teebeutel einen Flecken neben den Mülleimer hinterließ, dann hab ich eine Ansage bekommen nach dem Motto "Ich habe das jetzt schon 5x weggemacht, siehst du das nicht?"

- Gemeinsames Schlafzimmer: Sie wollte super früh pennen ~ 21.30 wegen 100km Arbeitsweg (eine Strecke) , ich aber nicht .. also Kopfhöhrer

Wir gingen uns stetig immer weiter auf den Keks gaaanz langsam Leute, dass war ein schleichender Prozess etc. später waren wir nur noch beide von einander genervt.

Als ich mal mit ihr sprechen wollte, ganz offen freundlich und respektvoll habe ich fast nur Vorwürfe kassiert oder Sachen wie "Du musst doch sehen, dass.." völlig null Gesprächskultur, sie fing dann auch an zu weinen und so, ich erkannte meine Freundin nicht mehr wieder. Auch null Bereitschaft mal zu sagen "okay akzeptiert du hast Recht" immer ein "aber" hinterher.

Ich kenne das gut, wenn man sich dann irgendwie schuldig vorkommt, oder suggeriert die Schuldigkeit aufgeladen bekommt, wenn man um 21 Uhr vom PC weg muss und mit dem Hund gassi gehen soll. Da hat sie dann häufig gesagt "da sieht man mal, welche Prioritäten du setzt" der Hund war leider schon vorher da.. aber das der zu solch einer Belastung wurde, insb. wie ich hörte auch bei meinem Vorgänger, dass hätte ich mir nicht träumen lassen. Seitdem kommt mir ein Hund nicht mehr in die Tüte, ich fragte mich sowieso wie man bei nem Vollzeitjob nen Hund haben kann und dann noch im Hundeverein soviele Jobs annehmen kann, wenn man jeden Tag 200km mit dem Auto fahren muss. Völlig unverständlich, da höre ich doch auf meine eigenen Signale. Stattdessen war sie wie in einer Spirale gefangen, sie konnte weder den Job wechseln, noch substanziell weniger Kurse im Verein machen, Madame meinte sie ist eine Powerfrau und kriegt alles unter einen Hut. Nach Außen vielleicht, doch wenn sie nach Hause kam sagte sie auf ein "hey wie war dein Tag?" sehr oft nur "nicht so gut.." und verließ wortkarg den Raum. Okay dachte ich mir, einmal in der Woche meinetwegen aber nicht FAST STÄNDIG.

Als wir uns 1 Jahr lang am Wochenende gesehen haben haben zuvor, da war alles noch in Ordnung, hier und da gab es mal Meinungsverschiedenheiten, aber es stimmte soweit. Jeder hatte seine Macken und das war auch gut so.

Was ich definitiv selbstkritisch sagen muss..

Wenn man zusammen wohnt, dann erlebt man seinen Partner 24/7 und da sieht man alles an ihm und lernt alles an ihm kennen jeden schwarzen Fleck, einfach alles. Hier kann sich keiner lange verstellen oder sonst was, wenn man dann noch eine Partnerin hat die wirklich objektiv mit Doppelmoral misst (Hund = ist doch nicht so schlimm, wenn der was schmutzig macht ist ein Hund), dann sind Machtkämpfe und Auseinandersetzungen vorprogrammiert.

Bei ihr war weniger das soziale Umfeld das Problem, Freunde etc. hatte sie, eher zuviel anderes Zeugs (Hundeverein 3x die Woche, Massage, Zumba, Mädels Abend) so hatte man vielleicht 1-2 Tage die Woche wo man für sich was gemeinsam gestalten konnte Stichwort Qualitätszeit. Meist sogar noch weniger weil die Abende wo wir was machen wollten dann Parties bei ihrer besten Freundin waren, am Anfang alles noch okay, aber später hat es mich nur noch genervt. Wenn ich ins Schwimmbad / Kino wollte kam sie dann kurz vorher an und meinte "sollen wir nicht zur XY da ist heute Party".

Wir haben uns dann langsam aber sicher über diese Machtkämpfe auseinander gelebt, ich habe dann oft auch einfach nachgegeben, weil ich kein Bock auf Drama hatte aber sie sägte damit an dem Ast auf dem wir beide saßen. Klar hätte ich bei fast allem Freezes machen können, oder auf den Tisch hauen können, aber ich wollte das häufig nicht. Ich habe nicht um jeden Preis Lust, aus einem Gespräch als Sieger hervorgehen zu müssen, sie scheinbar schon.

Ich habe jetzt wieder meine eigene Wohnung, einen Arbeitsweg von geschätzt 6min. statt 1 Std. plus und werde die Wohnung nicht mehr so schnell verlassen. Wie gesagt es kommt schleichend, nach einigen Monaten erkennt man sich selbst nicht mehr wieder und vor allem sollte man sich alles gründlich überlegen, sonst geht das Projekt Zusammenziehen und Beziehung ganz schnell in die Brüche.

Ich habe das Gefühl du bist auf den besten Weg dahin, wo ich herkomme: ENDE DER LTR

Mein Ratschlag:

- Setze ihr klare Grenzen

- Sie muss sich eigenständig was aufbauen: Hobby's , Freunde etc. den Willen muss sie aber entwickeln

- Hau ab und zu mal auf den Tisch

Ansonsten wirst du die Abwärtsspirale nicht aufhalten können. Es ist manchmal auch besser so, denn alles um jeden Preis zu retten, wenn die augenscheinlichen Unterschiede so groß sind, was bringt es dir? Willst du darauf warten bis sie nen eigenen Freundeskreis hat? Schwierige Situation, keine Frage.

bearbeitet von Thamsite
  • TOP 2

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Mitgliedskonto, oder melde Dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Mitgliedskonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Mitgliedskonto erstellen

Registriere Dich ganz einfach in unserer Community.

Mitgliedskonto registrieren

Anmelden

Du hast bereits ein Mitgliedskonto? Melde Dich hier an.

Jetzt anmelden

  • Wer ist Online   0 Mitglieder

    Aktuell keine registrierten Mitglieder auf dieser Seite.