DingDong, wollen Sie über Gott sprechen?

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Möglich. Möglich aber auch, dass alle von imaginären

Freunden reden und trotzdem den gleichen meinen. :-)

Das einzige Unmögliche daran ist, zu meinen, so wissend zu sein, dass

der andere nicht recht hat. Du hast dir also leider die nicht mögliche Option

rausgesucht.

Hahaha.

Okay, hab ich überlesen :-)

Ja, das alte Argument. Dieses Argument kommt ständig. Ich sags wieder mal in Worten, wie ich es meine:

Okay, Danke.

Ob es einen Gott oder eine höhere Macht gibt? Keine Ahnung.

Eben.

Aber wir haben eine Menge Daten darüber, wie wir uns entwickelt haben.

Ja, Daten. Geschichtliche Daten werden schon wieder sanft interpretierbar.

Und wenn es einen Gott gibt, heisst das Folgendes:

Er ist ein beschissener Designer, der es lustig findet, Lebewesen in einer Weise zu konstruieren, die zu Krebs, Fehlbildung, Leukämie, Trisomie und anderen Krankheiten führt.

Nur, wenn er die Allmacht hätte, perfekt zu konstruieren.

Er ist also entweder dumm oder ein Sadist. Beides nichts, was anbetungswürdig ist oder Respekt verdient.

Muss ich mich wiederholen, deine Grundannahme wäre unterstellter Perfektionismus.

Seine Anhänger sind wie Blinde, in jeder Religion, die ich auch noch respektieren soll, während sie Menschenrechte, Gleichstellungsgesetze, Frauenrechte und sonst was ignorieren. Not Gonna happen.

Sehr stark pauschalisiert und so falsch.

Ich weiß aber was du meinst, habe z.B. irgendwann mal was gelesen von dir zur

positiven Wertung des Sozialsystems in GER und verstehe schon die Meinung.

Wenn eine höhere Macht aktiv ist, dann stell dir Folgendes vor: Ein Unglück passiert, Menschen kommen raus und danken ihrem Gott dafür, dass sie überlebt haben.

Ja, das darf man ja.

Sie danken der höheren Macht dafür, dass sie die kleinen Kinder verbrennen hat lassen, aber nicht sie. Nicht anbetungswürdig, sondern krank.

Nein, tun sie nicht. Das unterstellst du jetzt einfach.

Schaue ich mir die Evidenz der letzten 100 Jahre an in der Wissenschaft, ist die einzige höhere Macht, die ich mir vorstellen kann, die einer artifiziellen Intelligenz innerhalb einer Computersimulation. Ein System, dass nicht perfekt ist und noch lernt. Ausprobiert, experimentiert.

Sehe ich genauso.

Das Tolle daran: Meine Annahme ist genauso wahrscheinlich wie die jeglicher Religionen.

Eeeeeben.

(Mit Ausnahme dessen, dass ein paar Mathematiker der Meinung sind, sie hätten für meine Idee Beweise gefunden).

Genau, was aber wissenschaftlich betrachtet völlig irrelevant ist, weil das wurde schon oft behauptet.

In diesem Fall wären wir Versuchsobjekte ohne unser Wissen. Wiedermal nicht anbetungswürdig.

Nein, nicht wenn wir uns qualifizieren könnten für irgendetwas jetzt nicht näher Definiertes und wir müssen es nur intrinsisch richtig machen. ZB sich zu freuen, dass wir ein gutes Sozialsystem haben, auch als nicht Gläubiger.

Es ist auch möglich, dass zwar alle von grünen, blauen und roten Autos reden und dabei in Wahrheit ein lilanes Auto meinen. das wiederum zeigt mir aber nur, wie beschränkt unsere subjektive Wahrnehmung manchmal sein kann.

Jo.

Die Realität ist für mich Folgende: Ich kann nun logisch und philosophisch hoch korrekt sagen "ich kann es nicht ausschliessen, dass es Gott/höhere Macht/Allah/Zeus/Wotan/Boddhisattva/Quetzalcoatl/Amon/Ares/Hekate/Ahura Mazda/Ariman/Shiva/Devae/Engel/Nammu/Nimnach/Mars/Aphrodite gibt.

Jo.

Ich kann genausowenig ausschliessen, dass es Baal/Agares/Asmodeus/Astaroth/Haagati/Bahamut/Barbatos/Paimon/Crocell gibt und sie mir nach meinem Leben trachten. Deswegen bin ich nun Agnostiker."

Jo.

Jede Religion ist übrigens streng genommen Atheist. Frag mal einen Muslim nach Wotan, einen Christen nach Ahura Mazda oder den tibetanischen Buddhisten nach Aphrodite.

Jo.

Aber ehrlich gesagt finde ich das rückgratlos.

Mir unverständlich.

Ich sage daher, ich kann es nicht ausschliessen, brauche es aber auch nicht.

Andere brauchen es halt, lass sie doch. Die Wenigsten davon sind verblendete Spinner.

Denn ich kann ebensowenig die Existenz eines magischen Teekessels, eines unsichtbaren, ätherischen Drachens auf meiner Couch, die Existenz eines materiellen Zwillings in einem Paralleluniversum oder unsichtbaren Socken am Schuhe eines unsichtbaren Riesen nachweisen, der angeblich Meteoriten wirft.

Absolut, aber wenn die es brauchen und tun keinem was, haben sie nicht verdient, dass sich darüber lustig gemacht wird. Machen die nämlich auch nicht mit irgendwelchen aus ihrer Sicht vielleicht wiss. beschränkten Menschen.

Da ich dies nicht kann, schaue ich mir an, was wir bisher wissen.

Das mache ich komplett anders, weil wir wissen sowas von wenig

und das noch subjektiv gefärbt, dass es eigtl. völlig egal ist.

Also natürlich nur bezogen auf unsere Fragestellung.

Und von dem was wir bisher wissen, sage ich dass die Wahrscheinlichkeit so gering ist, dass wir von einem wissenden Wesen beeinflusst werden, dass es für mich komplett idiotisch wäre, es nicht genauso wie den Teekessel, den Drachen und den unsichtbaren Socken abzulehnen.

Wenn der Teekessel zufällig diese Welt ausgespuckt hat, möglicherweise. *g*

Bei dem Zwilling hab ich noch Hoffnung.

Jeder Wissenschaftler sagt bei unsicheren Dingen vermutlich, nur da werden die eigenen Ansprüche vergessen. Also grundsätzlich überall ähnlicher Meinung, aber der Unterschied ist, dass ich der Meinung bin, man kann (!) bei allseitiger absoluter Unwissenheit zu der Fragestellung die andere Seite nicht als unwissend (oder Schlimmeres) darstellen. Ob man es sollte, mein Gott *g*, das ist wieder ne moralische Frage und eigentlich auch egal.

bearbeitet von sporty4u

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Ja, Daten. Geschichtliche Daten werden schon wieder sanft interpretierbar.

Ich glaube, wir meinen zwei verschiedene Sorten von Daten ;)

Mehr dazu später, jetzt habbich Termin ;)

Muss ja nicht heissen das "Gott" unbedingt gut ist nach unseren Maßstäben :)

DIe Erde kann auch ein Prototyp sein und man schaut eben wohin sich die Zellkultur entwickelt :)

Eine spannende Abschlussarbeit könnten wir sein. Mehr nicht :)

"Die Wirkung von Viren im Zeitraum von 1 MIllion Jahren auf primitive Lebewesen, die auf dem Prinzip der Zeitteilung basieren..."

Seh ich ja ein. Deswegen sage ich ja: Nicht anbetungswürdig :D

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Ihr philosophiert über G-tt und die Welt. Und jetzt lese ich 4 Seiten davon und niemand ist bis jetzt mit Nietzsche gekommen?

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Gast Creal

Also, ich werd mich da nicht an der Gott-Diskussion beteiligen. Meines erachtens nach ist der Glaube an Gott, oder allgemein an eine übernatürliche Kraft einfach nur eine faule Ausrede um mal seinen eigenen Arsch in die Höhe zu bekommen.

Ich komme noch einmal auf besagten Kerl zurück. Der Streit zwischen uns wurde bis jetzt nicht aus dem Weg geräumt. Wie schon erwähnt habe ich noch einmal ein Bild ins Internet gestellt, diesmal zensiert, so das er Melden kann was er will. Pure provokation, gebe ich zu. Er hat mich daraufhin noch einmal angeschrieben, ich habe ihn gebeten sich da nicht anzukacken. Weiter ging es dann das ich so oder so nicht verstehen kann und will was es mit dem Glauben auf sich hat (was nur zum Teil stimmt. Ich habe religiöse Freunde, unter anderem einige Moslems mit denen ich gerne über das Zeug rede, wenn die Zeit da ist. Bei ihm bekomme ich es aber nicht auf die Reihe weil er immer und die ganze Zeit von Moses, Gott, 10 Geboten und was weiß ich labbert. Er kann einfach nicht mehr anders, habe ich das Gefühl). Fronten haben sich verhärtet, wie von Mr. Jack angekündigt. Ich habe dann die kurze Diskussion beendet weil mir sein gelabber auf die Eier geht, seine letzte Meldung war, dass es respektlos ist über Gott zu lachen und das es ihm viel Freude bereitet mit anderen Menschen über Gott zu sprechen.

Nebenbei stellt er die ganze Zeit Fotos von Kirchen ins Internet, lädt jeden Tag ein weiteres Christliches Lied rauf mit Texten wie "This song has so much power". Ich habe mich auch über die Gemeinde erkundigt (Every Nation falls da jemand Interesse hat) und mit Leuten gesprochen die Erfahrung mit Sekten und extrem Gläubigen Menschen haben. Mir wurde geraten da nicht zu viel gegen seinen Glauben zu reden, da er sonst da weiter rein driftet. Und andere Freunde als ausserhalb der Gemeinde dürfte er nicht mehr viele haben. Was mich noch wundert ist, dass angeblich jeder seiner Freunde und Familie hinter ihm steht was Glauben und Hochzeit angeht, was ich beim besten Willen nicht glauben kann.

Ich habe für mich zumindest beschlossen die Sache mal abkühlen zu lassen. Ich kann sowas nicht hinnehmen, weil sich da alles bei mir dagegen wehrt. Das was er sagt klingt nicht so als käme es von ihm und ich kenne ihn einfach anders, so wie ich bin, so war er mal zumindest, von dem ist nicht mehr viel übrig. Wie gesagt, ich werde von meinem Konfrontationskurs weg gehen, nicht mehr provozieren und mal für die nächsten 6-12 Monate auf Distanz gehen. Sowohl logistisch als auch emotional. Ich bin auch am überlegen ob ich tatsächlich den Trauzeugen geben will, wenn das so weiter geht, werde ich da ablehnen.

Was halt auch wieder beschissen ist, da er somit wieder einen Ansprechpartner an die "Außenwelt" verliert und das liegt eigentlich nicht in meinem Interesse. Jemande andere Ideen, Erfahrungen oder Meinungen dazu?

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Creal bei allem Verständnis.

Aber deine Ignoranz reicht auch bis zum Himmel. Ein Freund verhält sich einfach anders. Da bist du kein Stück besser als er. Du redest vom Thema Freundschaft.

Aber schon mal daran gedacht, dass man auch sagen kann "okay passt nicht mehr, aber ich respektiere ihn und wünsche ihm alles gute. Wir haben viel gemeinsame Zeit geteilt".

Das kann man ihm so sagen und gut ist. Alles andere ist ein kindisches Ego Ding. Er hat gesagt du bist sein Trauzeuge. Das zeigt wie wichtig du für ihn bist.

Es liest sich so als wäre das für dich ein Game Boy Spiel. Oder wie wenn ein Kind seinen WIllen will, Aber für deinen Kumpel ist das ein wichtiges Anliegen.

Das kann man akzeptieren oder nicht. Aber ich finde du benimmst dich derbe daneben.

Das ist genau die Dynamik wieso vielen geraten wird sich einen anderen Freundeskreis zu suchen, wenn sie sich stark verändern.

Und wieso das viele auch wirklich automatisch tun. Weil dein altes Umfeld oft keine Veränderung zulassen will!

bearbeitet von MrJack
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Ich stimme dir, MrJack, in allen Punkten zu.

Ein Mensch hat sich verändert und ist ein anderen Weg gegangen, weg vom "westlichen Standard" des 21. Jahrhundert. So geht eben jeder seinen eigenen Weg.

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Ich mache es mir hiermit gewissermaßen einfach, aber zu der Diskussion "Wissen" und "Glauben" gibt es eine ganz einfach Lösung. Wenn wir uns die beiden Wörter betrachten, dann ist es, als würde wir Äpfel mit Birnen vergleichen.

Wissen ist etwas, was man auf harte Fakten beziehen kann: Ich weiß, das Wasser nass ist.

Glauben ist etwas, das sich eben nicht auf harte Fakten bezieht oder gar beziehen kann: Ich glaube, dass Feuer heißt ist.

Glauben ist gleich "nicht wissen"

Wissen und Glauben sind somit wie Feuer und Wasser (Im übertragenen Sinne natürlich), sie negieren sich.

"Wenn du weißt, dann glaubst du nicht. Glaubst du aber, so weißt du nicht."

Somit ist eine Diskussion, die mit dem Argument "Wissen" gegen das Argument "Glauben" wettert, ziemlich unsinnig.

bearbeitet von Waschbär
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Man muss nicht immer seinen besten Freund ins Verderben laufen lassen. Ich würd ihm solang in die Eier treten bis er aufwacht.

Achja...

Wenn dein Kumpel sich wieder darüber beschwert das du dich über sein Gott lustig machst..."Only Satan can judge me" - win

bearbeitet von JKro
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ch habe dann die kurze Diskussion beendet weil mir sein gelabber auf die Eier geht, seine letzte Meldung war, dass es respektlos ist über Gott zu lachen und das es ihm viel Freude bereitet mit anderen Menschen über Gott zu sprechen.

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Das könnte ich den ganzen Tag machen... :D

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Shao, warst du mal bei einem Gottesdienst?

Warst du mal Mitglied in einer Kirche?

Da beißt niemand, da wird niemand indoktriniert und du wirst zu nichts gezwungen, also schaden tut es erstmal nicht.

Die Aussagen bezüglichen Menschenrechten und Co. hört man immer wieder von Leuten, die überhaupt keine Ahnung davon haben, was ein gutgläubiger Durchschnittschrist hierzulande so macht.

Wo kommt denn dein Sektenbegriff her? Ich ging jetzt mal von dem aus, was die Kirche sagt. Und in Europa sind/waren mal mindestens die Hälfte der Bewohner gläubig, ergo sind dann ja die Atheisten die Sekte.

Und wo ist die Grenze zu ziehen zwischen einer anderen Detailsicht und einer anderen Religion? Deshalb entscheidet die Ökumene, wen man als Kirche deklariert und wen nicht. Macht einigermaßen Sinn.

Im Prinzip entscheidet der Ursprung und die, die sich noch dazu zählen dürfen, wer jetzt noch dazu gehört und wer nicht. Kein Hexenwerk :)

Nebenbei ist die Kirche eine der größten (wenn nicht DIE größte) mildtätige Organisation der Welt, der weltgrößte Arbeitgeber und Anlaufstelle für Menschen mit Problemen aller Art.

Klar, das waren mal nahezu alle Menschen Europas (es ist also nicht das Christsein, was einen für gute oder schlechte Taten auszeichnete, dann kann ich auch sagen, Europa ist böse, die Menschheit grausam).

Und nur weil die jetzt bisschen Wasser auf'm Kopf hatten als Bälger gelten deren anderweitig motivierten Taten jetzt für die gesamte Kirche :crazy:

Heute das gleiche, wir haben fast ne halbe Million Priester und ~1,2Mrd. Mitglieder in der Kirche. Und man erwartet, dass da keine schwulen Kinderschänder dabei sind? :fool:

Genauso haben wir aber auch tausende atheistische Familienväter, die z.B. ihre eigenen Kinder missbrauchen, sind deshalb alle, die sich gegen Glauben aussprechen total gestörte Vergewaltiger? :crazy:

Deine Vorstellung von Gott ist eindeutig die, eines Agnostikers. Niemand behauptet in der Kirche Gott wäre die BigMama für alle, damit sich niemand mehr um seinen Dreck kümmern muss (auch gerne kritisiert, die Vergebung).

Und Gott sei auch kein Wesen, was alles für dich zurecht legt und dich vor allem bewahrt und alle glücklich macht. Woher kommt die Idee? Das ganze hat die Kirche wirklich noch NIE behauptet, aber viele arbeiten damit. Wären auch ein Schuss ins Knie etwas zu behaupten, was so leicht anzugreifen ist :D

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Nebenbei ist die Kirche eine der größten (wenn nicht DIE größte) mildtätige Organisation der Welt, der weltgrößte Arbeitgeber und Anlaufstelle für Menschen mit Problemen aller Art.

Du hast schon auch Recht.

Allerdings:

Hier muss ich eine Anmerkungen machen.

Die schmücken sich aber sehr sehr oft auch mit fremden Federn. Insbesondere die katholische Kirche verschweigt gern, dass sie oft nur Träger der Einrichtungen ist,

die jedoch nahezu 100% vom Staat (und damit von allen) unterhalten werden.

Wenn nach mir ginge würde die Kirche sofort alle Trägerschaften von Schulen, Krankenhäusern, und Kindergärten etc. verlieren, die sie nicht selbst 100% unterhält.

bearbeitet von MrJack

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Shao, warst du mal bei einem Gottesdienst?

Warst du mal Mitglied in einer Kirche?

Da beißt niemand, da wird niemand indoktriniert und du wirst zu nichts gezwungen, also schaden tut es erstmal nicht.

Großvater Pastor, konfirmiert in der evangelisch lutherischen Kirche, erklärter Atheist. Genug Gottesdienste mitbekommen.

Ja, ich weiss wovon ich rede, dabei war meine Kirchenerfahrung eben die evangelische, also noch ganz ganz harmlose Variante ;)

Die Aussagen bezüglichen Menschenrechten und Co. hört man immer wieder von Leuten, die überhaupt keine Ahnung davon haben, was ein gutgläubiger Durchschnittschrist hierzulande so macht.

Wo kommt denn dein Sektenbegriff her? Ich ging jetzt mal von dem aus, was die Kirche sagt. Und in Europa sind/waren mal mindestens die Hälfte der Bewohner gläubig, ergo sind dann ja die Atheisten die Sekte.

Atheisten, eine Sekte. Jetzt ohne Scheiss? Dir ist kalr, dass jeder Gläubige automatisch Atheist ist, oder? Ich gehe nur einen Gott weiter, als die anderen.

Und wo ist die Grenze zu ziehen zwischen einer anderen Detailsicht und einer anderen Religion? Deshalb entscheidet die Ökumene, wen man als Kirche deklariert und wen nicht. Macht einigermaßen Sinn.

Im Prinzip entscheidet der Ursprung und die, die sich noch dazu zählen dürfen, wer jetzt noch dazu gehört und wer nicht. Kein Hexenwerk :)

Im Prinzip ist das völlig egal. Weil es immer noch um einen imaginären Freund geht.

Nebenbei ist die Kirche eine der größten (wenn nicht DIE größte) mildtätige Organisation der Welt, der weltgrößte Arbeitgeber und Anlaufstelle für Menschen mit Problemen aller Art.

Ja, zum Glück aber ein sehr säkulärer Arbeitgeber. Als Arbeitgeber rechnen die kirchlichen Organisationen genauso mit den Krankenkassen ab wie andere.

Und wo wir grad dabei sind: Die Kirche hat ein eigenes, die Menschen diskriminierendes Arbeitsrecht, als Sonderstellung. Was soll das?

Alle Menschen sind gleich, ausser sie arbeiten für die katholische Kirche? :D

Genauso haben wir aber auch tausende atheistische Familienväter, die z.B. ihre eigenen Kinder missbrauchen, sind deshalb alle, die sich gegen Glauben aussprechen total gestörte Vergewaltiger? :crazy:

Immerhin berufen sie sich bei ihrer Gewalt nicht darauf, dass Gott es so gewollt hat. Kommt bei Christen heutzutage nicht mehr so oft vor, da ist die Nummer 2 im Bunde wohl gerade ganz vorn dabei.

Deine Vorstellung von Gott ist eindeutig die, eines Agnostikers. Niemand behauptet in der Kirche Gott wäre die BigMama für alle, damit sich niemand mehr um seinen Dreck kümmern muss (auch gerne kritisiert, die Vergebung).

Es gibt nicht DIE Kirche. Es ist mir auch völlig egal was sie von Gott behaupten, weil er ein verdammter imaginärer Freund/Erlöser/Haipopai ist, dessen Existenz fragwürdig ist. Nur weil ich logisch keine hundertprozentige Ausschliessbarkeit zeigen kann (So etwas wäre inkonsequent), kann ich die Existenz als solche jedoch für mich komplett ausschliessen, weil sie unter dem Wissensstand den wir haben, unglaublich ignorant ist.

Ich brauche keine genaue Vorstellung von Gott, obwohl es da sicher viele Varianten geben könnte. Die Idee, dass wir eine schöpfende Intelligenz haben die uns und andere geschaffen hat, ist abwegiger als die abwegigste Theorie, die die Wissenschaft zu dem Thema bisher gebracht hat.

Und Gott sei auch kein Wesen, was alles für dich zurecht legt und dich vor allem bewahrt und alle glücklich macht. Woher kommt die Idee? Das ganze hat die Kirche wirklich noch NIE behauptet, aber viele arbeiten damit. Wären auch ein Schuss ins Knie etwas zu behaupten, was so leicht anzugreifen ist :D

Ich habe keine Ahnung wovon du redest. Mir ist es völlig egal welcher Gottesbegriff angebracht wird, es sind eh alle fürn Eimer, durchweg.

Aber wenn wir gerade davon reden, was die Kirche, die so mildtätig ist, für Einschränkungen für uns bringt:

Sie schreibt heutzutage Feiertage vor. Sie schreibt mir vor, dass ich am Sonntag einen Laden nicht öffnen darf (Siehe Klagen seitens der Kirche, die diesen "heiligen Tag" nicht freigeben will, daher permanent gegen jegliche Variante des offenen Sonntags klagt).

Sie erwirkt ein Tanzverbot am Karfreitag. Mir ist es scheissegal, was die Kirche will, wenn ich feiern will, soll sich die Kirche raushalten aus den Gesetzen.

In anderen Ländern (England sogar...) klagen sie gegen Unterrichtsinhalte. In Deutschland dürfen sie einer Frau kündigen, wenn sie mit ihrem Mann zusammenzieht (Und tut dies, knallhart und gewinnt, weil sie ja Kirchenrecht ansetzen darf.), solange sie nicht verheiratet sind. Sie dürfen zudem gegen das Allgemeine Gleichstellungsgesetz klagen. Es gibt einen Gotteslästerungsparagrafen, mit dem sie dir HEUTE NOCH an den Karren fahren, wenn du sie zu sehr ärgerst. (Siehe einige Blogger und die Sache mit dem "Kinderfickersekte" Prozess).

Mir ist es völlig egal, ob sie die grösste mildtätige Institution der Welt ist. Wäre es die Neue salafistische Kirche oder die Kirche von Scientology, würden die genauso auf die Nase kriegen und es wäre mir genauso egal. Aber nein, die Kirchen werden auch noch vom Staat getragen. Viele Kommunen zahlen einen sinnfreien, auf Verträgen aus dem 18. Jahrhundert basierenden Millionenbetrag jährlich an die Kirchen. Sinnfrei.

Wenn mir einer noch jetzt sagt, ich soll meine Feiertage abschaffen: Gerne. Ich feier dann zur gleichen Zeit einfach Frühlingssonnenwende, Wintersonnenwende, Fruchtbarkeitsfest und Lichtfest. Waren eh heidnische Feiertage. Und die Symbole sind ja ebenso geklaut. Und der verdammte Weihnachtsmann ist auch eine verdammte Erfindung von Coca Cola... (Ausser wir zählen Yule und die Wild Hunt... aber ich meine ja den ROTEN Weihnachtsmann.)

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Die Idee, dass wir eine schöpfende Intelligenz haben die uns und andere geschaffen hat, ist abwegiger als die abwegigste Theorie, die die Wissenschaft zu dem Thema bisher gebracht hat.

...

Mir ist es völlig egal welcher Gottesbegriff angebracht wird, es sind eh alle fürn Eimer, durchweg.

Hm. Ist eigentlich eine ganz interessante Tatsache, dass (soweit ich weiß) die Kirchenväter und die meisten der großen Theologen hochabstrakte Gottesbegriffe vertreten haben. Da ist es gar nicht so unsinnvoll, die Vulgärreligion des einfachen Gläubigen von den anspruchsvollen Konstrukten eines Augustinus, Thomas von Aquin usw. zu unterscheiden, die ja das Christentum ganz maßgeblich mitgeprägt haben. Bspw. diese populäre Vorstellung einer immateriellen Seele, die in einem Körper wohnt, von diesem aber unabhängig ist und nach dem Tode dann als Einheit gen Himmel fährt, die hat kaum jemand in der Geschichte des Christentums je vertreten außer den Laien. Du darfst Dich da nicht durch diese ganzen Analogien, Bilder und Symbole irreführen lassen, mit denen man abstrakte Konzepte dem ungebildeten Laien vermitteln wollte, der keinen Zugang hat zu theologischen Ideen wie der Identität des Nichtidentischen in Gott, den Hypostasen von Geist & Seele, dem irdischen Sein als Modalität des ewigen Seins usw. Wenn man sich diese Diskurse einmal anschaut, dann passieren da ganz andere Dinge als in solch populär-medial inszenierten Krawalldebatten wie dem Kreationismus-Streit, der nun wirklich nicht wichtig ist für die Kirche.

Deswegen lässt sich die Kirche auch (völlig zu Recht) nicht ernsthaft auf die Kritiken eines Dawkins, Hitchens & co. ein, weil die noch nicht einmal ansatzweise auf dem Niveau mithalten können, auf dem die wichtigen christlichen Denker über 2000 Jahre hinweg miteinander diskutiert haben und weil diese ganzen Atheismus-Kritiken eigentlich schon im 19. Jahrhundert ausdiskutiert waren. Die Kirchen haben als Institutionen da einen sehr langen Atem.

Dass die Kirche aber immer noch einen zu großen politischen Einfluss hat, da stimme ich Dir sofort zu. In politischer Hinsicht ist die Kirche ja im Prinzip die größte der Lobbyorganisationen und funktioniert auch genauso: Interessiert sich nur marginal für ihre Mitglieder, solange diese alle brav ihre Beiträge zahlen und nicht zur Konkurrenz wechseln, und muss versuchen, lauter zu schreien als andere Lobbyorganisationen, weil man ja sonst nicht gehört wird.

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