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Hallo,

Ich habe eine Frage zu Glaubenssatz.

Wie ist die Struktur von Glaubenssatzen?

Wovon hängen sie ab und was erzeugen sie?

Wie hängen diese mit Ankern und Emotionen zusammen?

Was war zuerst dar?

lg

Smile

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Gast

Ein Glaubenssatz ist ein im Bewusstsein erscheinender Gedanke, mit dem man sich in der Art identifiziert, dass ES (=Objekt, Subjekt) SO (wie auch immer) sei.

Glaubenssätze tauchen normaler nicht einzeln auf, sondern sind (zumindest implizit) regelmäßig in einem System anderer Glaubenssätze eingebettet, die unseren Denkhorizont bilden. Wenn Du Deine Gedanken beobachtest (sog. inselhüpfen), wirst Du da eine Menge feststellen können.

Glaubenssätze kann man in Chunks anordnen,d.h., es gibt grundlegendere (abstrakte) und spezifischere Glaubenssätze.

Sehr grundlegende, weit verbreitete Glaubenssätze sind: Es gibt eine Realität. Oder: Es gibt Ursache und Wirkung. Oder: Es existiert ein "ich".

Glaubenssätze haben verschiedene Funktionen: Einerseits sollen sie ganz praktisch Orientierung bieten und damit dem Grundbedürfnis nach Sicherheit dienen. Hierfür müssen sie die oben postulierte objektive Realität zumindest praktisch nutzbar beschreiben. Andererseits haben Glaubenssätze auch eine realitätsverneinende Funktion, zum Beispiel wenn es darum geht, ein Ziel zu erreichen: (Glaubenssatz: Ich kann es schaffen! Obwohl dem noch nicht so ist.)

Die Verbindung von Glaubenssätzen (=bestimmte Gedanken) und Gefühle ist etwa wie folgt (bitte überprüfe das für dich): Im Bewusstsein auftauchende Gedanken und Gefühle stehen in Wechselwirkung, d.h., sie beeinflussen und verstärken sich gegenseitig. Da wir in der Regel tausende verschiedene Glaubenssätze haben, die durch ihre Struktur implizit, oft auch unbewusst mitgetriggert sind, entstehen im Grunde chaotische Prozesse, die für uns -vergleichbar mit Wetterprognosen - nur begrenzt vorhersagbar sind.

Ein paar grundsätzliche Metaglaubenssätze dazu sind aber:

bearbeitet von Gast

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Gast

Fortsetzung (Probleme mit Browser):

Gefühle haben mehr Einfluss auf Gedanken als umgekehrt. Im Affekt schalten die starken Emotionen reglemäßig die Gedanken ab. Deswegen werden Straftaten in diesem Zustand auch als im Affekt ( =Gefühl) begangen bezeichnet, was strafrechtlich relevant ist. Allerdings wird affektvolle Zustand meist durch bestimmte Glaubenssätze ausgelöst, die starke Emotionen triggern.

Dissoziation dient dem Trennen von Gedanken und Gefühl, das manchmal heilsam, manchmal jedoch auch schädliche Wirkungen haben kann.

Am besten ist es, wenn es für das Bewusstsein möglich ist, Gedanken und Gefühle je nach Umstand angemessen entweder im Zustand der Assoziation oder im zustand der Dissoziation erleben zu können. In der Regel hat jedes Bewusstsein da seine eigene Präferenz.

Sorry für die abstrakte Beschreibung, aber sonst hätte ich ein halbes Buch schreiben müssen. Mehr gern auf Nachfrage.

Und vielleicht schreibt Tsukune ja noch was zum Thema, würde mich freuen.

bearbeitet von Gast

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Sehr schöner Text.

Sehr informationsreich. Finde ich sehr schön deinen Beitrag. Danke.

Meiner Meinung nach gibt es so verschiedene Glaubenssätze. Ich glaube die die uns nicht bewusst sind sind die die am mächstigsten sind.

Oft sind diese IMO ganz unaufällige, kleiner Glaubenssätze. Die aber bestimmtes Verhalten ohne Hinterfragen zum Ausdruck bringen und die Funktion von der Persönlichkeit sehr schnell zunichte machen können. Letztendlich ist es eine Funktion der Persönlichkeit aber diese korreliert mit Werten.

Ich glaube, letztendlich geht es immer um Werte. Um bewusste und unbewusste Werte.

Man kann an diesen arbeiten und alles verändern. Man kann an den einzelnen Glaubenssätzen arbeiten und alles ändern.

Mann kann am Verhalten arbeiten und alles ändern.

Alles hängt zusammen in einem System. Das System besteht aus Wünschen und unkompletter Information.

Wenn wir zb. einen Glaubenssatz haben, welcher ein Verhalten erzeugt.

Kurz davor, findet ein Prozess statt. Ein Denkprozess in diesem dieser Glaubenssatz abläuft. Wenn wir davor ein Verhalten installieren, welches alle Sinne offen lässt und wir also statt nach innen zu kommunizieren, neue Information aufnehmen, entsteht ein neues Mindset. Da wir neue Information hinzugefügt haben. Letztendlich, kann natürlich auch das alte Mindset bestehen bleiben aber da wir neue Information hinzufügen, indem wir neues Wahrnehmen kann hier Veränderung stattfinden.

Einer der Beispiele, wo alles zusammenspielt. Verhalten, InnerGame(Innere Sicht der Welt - Genaue Zuschreibung aus dem NLP-Lager fällt mir gerade leider nicht ein) dazu äußere Welt - Sinneswahrnehmung und drittens - die Bewertung und Bedeutungsgebung davon.

Letztendlich können wir in jedem Bereich eingreifen um unser Resultat zu ändern. Meist unterscheiden sich die Schulen genau dadurch.

Buddismus zb. baut sehr stark auf offene Kanäle und Wahrnehmung auf.

lg

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