Einschleusen, halten und Nähren von Glaubenssätzen

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Hallo zusammen

Ich habe mich in letzter Zeit viel mit NLP befasst, insbesondere mit Glaubenssätzten. Dieser Tread hat mich zum nachdenken angeregt und dabei ist etwas herausgekommen das ich euch gerne zeigen, und eure Meinung dazu hören würde.

Ich benutze hier den Metapher vom weissen und schwarzen Wolf (hab ich ebenfalls aus dem Tread von Tsukune)

Gut: nehmen wir an wir haben unseren negativen Glaubenssatz, den schwarzen Wolf lokalisiert und einen weissen Gegenspieler in sein Revier eingeschleust. Auf welche Art dies geschieht ist hier nicht rellevant. Soweit so gut, aber wie schon von Tsukune erwähnt, nützt uns das noch nicht wirklich viel, da unser weisser Wolf ein kleines, schwaches und hilfloses Welpen ist, und sich einem grossen, stattlichen und erfahrenem Gegner gegenüber sieht. Aber er ist immerhin drin! Mit dem ist es aber noch lange nicht getan. Wir beginnen also unseren weissen Freund zu füttern, ihn gross zu ziehen, so dass er eines Tages dem schwarzen Wolf seinen Platz streitig machen kann.

Man sagt zwar dass, das tägliche herunterleiern von Glaubenssätzen nichts bringt. Ja richtig, das tut es auch nicht solange der Wolf noch nicht ins Revier eingeschleust wurde. Ist er aber erst einmal drin, ist es meiner Meinung nach sehr wichtig dies zu tun, denn Bedenkt: Warum sollte der schwarze Wolf den kleinen, hilflosen Neuankömmling nicht mit einem kräftigen Arschtritt aus seinem Revier befördern? Also muss man den weissen Wolf im Revier halten. Man muss in ständig pushen, ihm den Rücken freihalten und ihn immer wieder und wieder nach vorne drücken wenn er vom schwarzen Wolf an den Rand gedrängt wird.

Also, packst du ihn und drückst ihn zurück. Immer und immer wieder, denn er braucht deine Hilfe! Er braucht Unterstützung. Deine Unterstützung! Und bevor du daran denkst ihn zu füttern, solltest du erst mal schauen das er nicht ruck zuck wieder draussen ist. Das erreicht man durch das tägliche vorbeten seines Glaubenssatzes.

Gut. Jetzt ist er drin und wir sorgen dafür dass er nicht rausgeworfen wird. Nun ist es an der Zeit, parallel zum pushen, den weissen Wolf zu füttern. Nach und nach wird er deine stützende Hand auf seinem Rücken immer weniger brauchen, da er immer grösser und stärker wird.

Ich persönlich hatte eine Zeit lang (und habe immer noch) den weissen Wolf in mir und habe dafür gesorgt dass er nicht rausgeworfen wird. Ich konnte ihn aber nicht Nähren. Unter Nähren verstehen ich auf den weissen Wolf zu höhren. Die daraus resultierenden, positiven Situationen und Emotionen sind dann die Nahrung für unseren weissen Freund.

Ich fand mich oft in folgender Situation wieder, und fragte mich was das zu bedeuten hatte:

Z.b. sass ich im Zug und plötzlich setze sich ein hübsches Mädchen neben mich. Da war es! Diese Gefühl: Ein leichtes Unwohlsein und Kribbeln, vielleicht sogar Schweissausbrüche. Du denkst: Ouu shit! Aber du weißt was zu tun ist. Du schaust ihr in die Augen und lächelst sie vielleicht sogar an. Du atmest ruhig und hast eine aufrechte, entspannte Sitzposition. Aber trotzdem hat dich am Anfang eine Welle von negativen Emotionen gepackt. Auch wenn diese nur wenige Sekunden angedauert hat. Sie kam völlig unerwartet, du konntest dich nicht wehren. Sozusagen eine Schrecksekunde.

Ich kann dir sagen was hier passiert ist: Der weisse Wolf ist stark. Aber noch nicht so stark wie sein schwarzer Gegenspieler. Jetzt setzt sich das Mädchen neben dich. Der schwarze Wolf sieht dies, und waltet seines Amtes. Voller Wucht prescht er nach vorne, vorbei am weissen Wolf, welcher nicht in der Lage ist ihn aufzuhalten. Du aber bemerkst dies, und dank deines Wissens weisst du was zu tun ist. Blitzschnell zückst du eine Spritze, und verpasst deinem weissen Freund eine volle Ladung Adrenalin. BAAANG!!!! Der weisse Wolf kommt ihn Fahrt, seine Augen beginnen rot zu leuchten und sein Kraft wächst für kurze Zeit auf das Dreifache an. Er rammt dem schwarzen Wolf seine Tatze ins Gesicht und zerrt in zurück. Er drückt ihn zu Boden und übernimmt kurzzeitig die Führung. Denn die Wirkung des Adrenalins ist nur von kurzer Dauer. Bald übernimmt der schwarze Wolf wieder, und wenn das nächste Mal ein hübsches Mädchen neben dich sitzt prescht er wieder nach vorne. Das Gleiche Spiel. Immer und immer wieder.

Dein Ziel ist es, dass der weisse Wolf so stark wird, dass er völlig selbstständig ohne deine Hilfe, oder deine Adrenalinspritze den schwarzen Wolf in Schach halten kann. Er muss den schwarzen Wolf selbstständig am vorpreschen hindern können. Sobald du BEWUSST über eine Situation nachdenkst, dir unwohl wird und du diese so genannte Schrecksekunde negativer Emotionen wahrnimmst, ist der schwarze Wolf vorgeprescht. Der weisse Wolf muss den schwarzen ohne deine Hilfe am überschreiten der Grenze vom Unterbewusstsein zu deinem Bewusstsein hindern. Völlig selbstständig! Das ist wichtig, denn sobald du an deinen weissen Freund denkst bist du derjenige der die Grenze überschreitet. Nur wenn das aktive Bewusstsein und das Unterewusstsein strikt getrennt sind, und keine Grenzüberschreitung statt findet, nur dann ist ein Glaubenssatz unwiderruflich, vollständig und tief in dir verankert. Er ist nicht nur halb mit dir verschmolzen. Er ist jetzt ein Teil von dir.

Ein kleines Beispiel: Verspürst du eine Schrecksekunde wenn du jemandem die Hand schüttelst? Verspürst du Negative Emotionen? Denkst du bewusst: "Ok, ich muss diesem Menschen jetzt die Hand schütteln. Das gehört sich so".

Nicht, oder? Und Genau das ist es: Auch hier steckt ein Glaubenssatz dahinter: Es ist normal einem Menschen die hand zu schütteln, ich habe nichts zu befürchten. Dieser Glaubenssatz ist so tief in dir verankert, dass du automatisch und unterbewusst nach ihm handelst. Du tust es völlig unterbewusst. Das ist das Ziel den neuen, weissen Wolf genau so stak in deinem Unterbewusstsein zu verankern, wie der Handschüttel-Belife.

So. Ich habe denn Text jetzt recht schnell verfasst und desshalb ist er sicher nicht perfekt. Zudem werden sich sicher der einte oder andere Schreibfehler eingeschlichen haben. Aber ich möchte gerne eure Meinung und Feedback dazu höhren :)

lg und ein schönes Wochenende

Fragout

Anmerkung: Das mit dem Adrenalin, da sollte nicht richtiges Adrenalin gemeint sein. Es soll ein Metapher dafür sein, dass man in einer Situation seinen negativen Glaubenssatz bemerkt und durch das richten seiner Aufmerksahmkeit auf den positiven Glaubenssatz, diesen die Oberhand über den negativen gewinnen lässt. Aber für das muss zuertst der negative Belife in Kraft treten dass man bemerkt: ou shit!!! ich mache ja einen scheiss!!! ich muss jetzt nach meinem positiven Glaubenssatz handeln.

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Gast Pferdeflüsterer

Das ist ein sehr schöner, und bereits hochmeditativer Text :)

Ich möchte dazu einen tricky-Denkanstoß (lol) geben:

Nehmen wir an, dir erzählt jemand die Geschichte vom weißen und vom schwarzen Wolf, der eine symbolisiert den positiven Glaubenssatz, der andere den negativen. Die beiden Wölfe kämpfen.

Nach der Geschichte fragt er dich: Welcher der beiden Wölfe bist DU? Was würdest du antworten?

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Vielen Dank ;)

@Pferdeflüsterer: Das ist eine gute Frage. Ich habe zwei Antworten bekommen, also werde ich einfach mal beide posten.

Der schwarze Wolf ist in meinem Unterbewusstsein. Der weisse auch, aber er benötigt die Unterstützung meines aktiven Bewusstsein um den schwarzen in schach zu halten. Somit kann man grundsätzlich sagen der schwarze Wolf verkörpert mein Unterbewusstsein und der weisse mein aktives Bewusstsein. Jetzt stellt sich aber die Frage: Was bin ich? Wie definiert man ICH? Ich würde sagen Unterbewusstsein + aktives Bewusstsein = Ich. Somit bin ich weder der schwarze noch der weisse Wolf. Ich bin einfach ich, beide Wölfe zusammen.

So nun die Zweite Lösung:

Ich bin keiner der beiden Wölfe. Denn: Die Glaubenssätze sind ja nicht mein unter-und aktives Bewusstsein. Sie befinden sich nur dort. In diesem Stück Land. Sie agieren von dort aus. Somit bin ich nur ein, sagen wir mal Kriegsherr welcher ein Stück Land (Unterbewustsein) dem schwarzen Wolf gegeben hat. Nun will ich aber den schwarzen Wolf nicht mehr dort haben, und schicke einen weissen Gegenspieler in die Schlacht. Somit bin ich also nur ein stiller Beobachter, welcher Land und Waffen zur Verfügung stellt. Schlussendlich wird der Wolf gewinnen, welchen ich füttere und unterstütze.

Nimmt mich wunder was deine Antwort ist ;-)

lg Fragout

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Gast Pferdeflüsterer

Find beide Lösungen gut.

Ich hätte geantwortet mit: Ich bin der stille Beobachter, der sich die Geschichte von den beiden Wölfen ausgedacht hat.

Anders rum: Man wächst auf mit vielen Eindrücken von außen. Kalender, Uhren usw. Wenn du dich in den Spiegel schaust, steht da ein Mensch, der ein bestimmtes Alter hat. Du identifizierst dich damit, und weißt, ja ich habe dieses Alter.

Schließe die Augen. Jetzt kannst du nicht sagen wie alt du bist. Es fühlt sich jetzt so an, als hättest du schon immer existiert.

Die beiden Wölfe von denen du schreibst symbolisieren für mich par excellence das Inner game, den inneren Kampf den man führt. Man kann sich mit einem der Wölfe identifizieren, und den anderen aus dem Revier verdrängen. Man kann allerdings auch am Rande stehen, und beobachten. Man kann sogar noch weiter gehen und seine Aufmerksamkeit garnicht mehr den Wölfen schenken. Jetzt geschieht das unglaubliche: Die beiden Wölfe existieren nicht. Es gibt keinen inneren Kampf mehr. Du bist weder positiv noch negativ, die einzige Beschreibung die zutrifft, ist, dass du "bist". Jetzt geschieht alles von selbst, du denkst nicht mehr drüber nach, bevor du etwas tust. Das ist Freiheit.

Mir gelingt es selten, so zu sein. Man muss sich dazu komplett loslassen und sich gaaaanz weit machen.

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Ich hätte geantwortet mit: Ich bin der stille Beobachter, der sich die Geschichte von den beiden Wölfen ausgedacht hat.

Anders rum: Man wächst auf mit vielen Eindrücken von außen. Kalender, Uhren usw. Wenn du dich in den Spiegel schaust, steht da ein Mensch, der ein bestimmtes Alter hat. Du identifizierst dich damit, und weißt, ja ich habe dieses Alter.

Schließe die Augen. Jetzt kannst du nicht sagen wie alt du bist. Es fühlt sich jetzt so an, als hättest du schon immer existiert.

Die beiden Wölfe von denen du schreibst symbolisieren für mich par excellence das Inner game, den inneren Kampf den man führt. Man kann sich mit einem der Wölfe identifizieren, und den anderen aus dem Revier verdrängen. Man kann allerdings auch am Rande stehen, und beobachten. Man kann sogar noch weiter gehen und seine Aufmerksamkeit garnicht mehr den Wölfen schenken. Jetzt geschieht das unglaubliche: Die beiden Wölfe existieren nicht. Es gibt keinen inneren Kampf mehr. Du bist weder positiv noch negativ, die einzige Beschreibung die zutrifft, ist, dass du "bist". Jetzt geschieht alles von selbst, du denkst nicht mehr drüber nach, bevor du etwas tust. Das ist Freiheit.

Mir gelingt es selten, so zu sein. Man muss sich dazu komplett loslassen und sich gaaaanz weit machen.

Ja genau sehr gut! Ich habe oft über gewisse Dinge und Probleme nachgedacht und mich dann gefragt: Hey was wenn die Regeln einfach nicht mehr gelten. Was ist wenn ich tun und lassen kann was ich will, wenn nicht mehr real ist, alles ist veränderbar und formbar wie ich es will. Und dann kommt die Erleuchtung: Hey alles was ich bisher gewusst, geglaubt oder gedacht habe spielt keine Rolle mehr! Nichts ist wahr und doch alles zugleich. Es hatt keine Bedeutung es ist einfach.... Das ist ulitimative, pure Freiheit. Aber ich denke die wenigsten Leute können diesen State ausserhalb von Hypnose und Medidation aufrecht erhalten. Mir gelingt es auf jeden Fall nicht. Eine Frage hätte ich jedoch noch: Wenn beide Glaubenssätze nicht mehr existieren, auf welcher Basis begeht man dan seine Taten und Handlungen? Ich mein auf jeden Sinneseindruck, auf jede Situation bestimmt der Verstand, der Instinkt, die Intution, oder das unter-und aktive Bewusstsein die Reaktion und Handlung auf jene Situation. Und das nach den Glaubenssätzen welche in jener geistlichen Ebene vorhanden sind. Und in jeder geistlichen eben sind ja Glaubenssätze vorhanden. Somit wäre der ganze Geist ausgeschalten und man könnte überhaubt nicht mehr "sein" oder?

lg Fragout

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