Hearts_and_Minds

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  1. Ihr solltet das als Blog aufziehen, ungefähr so: http://www.annalsofonlinedating.com Hilarious!
  2. Kann sein. Kann aber auch sein, dass die Frauen oft andere Sauberkeitsstandards haben und andere Ansprüche ans Essen stellen; und dass die Männer sich oft erst einmal mit anderem Zeugs ablenken und den Haushalt gerne vor sich herschieben. Ich fand es immer am Einfachsten, wenn beide ungefähr dieselben Ansprüche an Sauberkeit und Essen haben und dann jeder einfach das macht oder wegmacht, was ihn stört oder worauf er gerade Lust hat. Mich stören andere Dinge als meine Partnerin, also kümmere ich mich darum. Meine Liebste dagegen kocht so leidenschaftlich gerne, dass ich geradezu mal einen Termin abmachen muss, dass ich auch mal kochen darf - und selbst dann drängelt sie mich geradezu noch vom Herd weg. Das ist dann der Unterschied ob man Haushalt als lästige Arbeit wahrnimmt, die mit vertragsähnlichen "Deals" verteilt wird, oder man da eher unsystematisch und spontan rangeht: Oh, hier ist etwas dreckig, ich mach das mal schnell sauber. - Ich möchte heute abend x kochen, dazu brauchen wir noch y, das gehe ich mal schnell einkaufen. Schwierig wird das natürlich nur dann, wenn die Partner ganz unterschiedliche Ordnungs- und Sauberkeitsvorstellungen haben.
  3. So etwas kommt heutzutage halt schonmal vor, Menschen sind auch beruflich mal für Monate unterwegs und eine Beziehung hält das entweder aus oder eben nicht. Im Nachhinein kannst Du aber nur aus Deinen Fehlern lernen: 1. Keine Besitzansprüche artikulieren. Die Frau sagt Dir das schon von selbst und wenn nicht, dann eben nicht. 2. Der Partnerin auch zugestehen, dass sie eben auch Bedürfnisse hat. Sie will auch keine 5 Monate ungevögelt sein und wer die Mentalität hat, auf eine solche Weltreise zu gehen, die verliebt sich auch schnell mal in Tauchlehrer, Beachboys, Aussteiger und halt all die Leute, die man eben so kennenlernt. Du musst halt mit Dir abmachen, (a.) was Du wissen willst und was lieber nicht, (b.) ob Du damit klarkommst, dass Deine Liebste ihre natürlichen Bedürfnisse auch mit anderen Männern auslebt. Menschen sind paradoxe Wesen. Sich binden wollen, aber frei sein; Länder erkunden, aber doch nah der Heimat sein; sich entwickeln, aber auch gleichbleiben wollen, etc. Das kann man halt aushalten oder eben nicht. Mein Vorschlag: Ihr legt die Beziehung einfach auf Eis - no hard feelings - und geht dann, wenn sie wiederkommt, mal zusammen ein Käffchen trinken und schaut, was sich so entwickelt. Und Du sorgst in der Zwischenzeit dafür, dass DU auch Spaß in DEINEM Leben hast. Das geht nämlich auch ohne sie. So dass Du nicht auf die 5 Monate zurückblickst als die schlimmste Zeit Deines Lebens, sondern als die Zeit, in der Du Deine Leidenschaft für Salsa entdeckt hast, Gitarrenunterricht genommen hast, endlich Deine alte Schulliebe Nadine gevögelt hast und Deine berufliche Zukunft abgewickelt hast.
  4. Ich kann mir zwar unter "widerlichem" Antanzen "aus dem Hinterhalt" nichts vorstellen, aber probier doch einfach mal aus was passiert, wenn Du das nächste Mal laut rufst: "Nein, ich möchte NICHT mit Dir schlafen!" oder, mit einem breiten Grinsen: "Hilfe! Ich werde vergewaltigt!" Dass sie mit anderen Männern rummacht, das kann Dir doch egal sein. Kannst ja auch irgendwelche Kerle auf sie "ansetzen": "Schau mal, die da hinten, die ist so richtig, richtig horny, geh einfach mal hin und mach ihr ein paar nette Komplimente und gib ihr einen Drink aus, und wenn Ihr nachher zu ihr geht, nimm Kondome mit!" So wird sie betrunken gemacht, abgelenkt und gevögelt. Win-win-win für alle Beteiligten. Um Deine Begleitung würde ich mir keine Sorgen machen. Wie hier schon gesagt wurde: Das ist nur social proof, weil sich da jemand doch offensichtlich ziemlich in Dich verliebt hatte, Du aber genau die richtige Entscheidung getroffen hast, das Mädchen nicht mehr sehen zu wollen. Spricht doch beides nur FÜR Dich. Auf solche Sprüche ("will doch nur ficken") kannst Du einfach antworten: "Aber nicht mit Dir!" Bleib bei allem albern und verspielt: Zunge rausstrecken, Nase drehen, Affengesten machen und auf sie zeigen, zur Strafe durchkitzeln, etc. Wenn Du Dir anmerken lässt dass Dich das ärgert, dann gibt das den Mädels doch nur genau die Genugtuung, die sie suchen. Im schlimmsten Falle mobben die Dich einfach weiter.
  5. Häh? Natürlich spielen finanzielle Rahmenbedingungen in Beziehungen IMMER eine Rolle. Da muss man sich überhaupt nichts vormachen. Man geht ja eine Beziehung ein gerade WEIL man ein besseres Leben haben will und Geld öffnet nun einmal Türen. Ist doch bei uns Männern nichts anderes. Stell Dir zwei Zwillingsschwestern vor, die eine hat gerade 10 mio im Lotto gewonnen und bietet Dir einen gemeinsamen Urlaub in der Karibik an, die andere kann so noch gut überleben, hat aber nicht genug Geld für Urlaub, Essengehen oder schicke Kleidung... Solange er sich dann auch um alles kümmert wenn SIE mal Gäste und / oder keine Zeit für den Haushalt hat ist das doch in Ordnung. Schlimm nur für ihn, wenn er sich nicht um Sauberkeit und Kochen kümmern will. Spricht eher gegen ihn als gegen sie. Gerade die Latinas sind doch Weltmeisterinnen im Betaisieren, dagegen sind die deutschen Mädels doch geradezu "handzam". Dieses südamerikanische Temperament ist ja gerade etwas, das die allermeisten deutschen Männer total überfordert, weil es da beim Streit ja auch mal richtig heiß hergehen kann, während deutsche Frauen in derselben Situation noch ruhig & sachlich diskutieren wollen... Vielleicht hat der sich ja eine Latina mit deutschen Eigenschaften geangelt? Zum Thema AFC & suboptimaler Sozialstatus: Dabei darfst Du nicht vergessen, dass ihr Wertesystem sich auf einen anderen Referenzrahmen bezieht als das der deutschen Frauen. Für sie hat er vielleicht einen sehr hohen Sozialstatus, etwa weil er eine - für südamerikanische Verhältnisse - sehr gute Bildung genossen hat und sich - für südamerikanische Verhältnisse - vielleicht auch extrem gut anzieht. Und dass er in Deinen Augen als AFC gilt mag sie auch ganz anders sehen, für sie ist hat er vielleicht noch den Reiz des Exotischen, seine sanfte Art kann doch ein toller Kontrast zu den südamerikanischen Machos sein, die ja auch den Latinas ziemlich auf den Sack gehen können. Das Einzige, was mir an Deiner Schilderung nicht gefällt, das ist DEINE Einstellung. DU scheinst nämlich derjenige zu sein, der in Frauen nichts als bessere Putzfrauen sieht, die "rumzicken", wenn es um gleiche Arbeitsteilung gehen soll. Und anscheinend verunsichern Dich berufstätige Frauen - das ist schade und bemitleidenswert, denn es ist doch in einer Beziehung extrem anregend, wenn die Frau beruflich gut aufgestellt ist, auch mal echte Karrieresprünge oder ein abgeschlossenes Projekt feiern kann, interessante Arbeitskollegen hat, viele "Skills" besitzt oder talentiert ist, gutes Geld verdient, interessante Persönlichkeiten kennenlernt, etc. Warum ein Mann eine solche Frau gegen ein ungebildetes Hausmütterchen ersetzen will und damit effektiv das zur Verfügung stehende Geld halbiert oder deutlich verringert, nur damit er keinen Haushalt machen muss, das ist mir völlig schleierhaft.
  6. Philjay, wenn Du selbst Shao so auf die Palme bringst, dass er Dir nur noch in Stichworten antwortet (die ja bei ihm immer noch wohlartikulierte Sätze sind, auch wenn er sie wahrscheinlich nur noch als Stichworte denkt), dann hast DU etwas falsch gemacht. Kleiner Tip: Einfach mal lesen, was Shao sonst so schreibt!
  7. Mal eine positive Anregung: http://www.tagesscha...demiker100.html Eines der Probleme vieler Akademiker bzw. eine Ursache für die lange Arbeitssuche scheint es mir zu sein, dass viele Qualifikationen ähnlich gut oder schlecht sind und nur wenig Bewerber sich eindeutig aus der Masse herausheben können. Deswegen ist es ja so dringend ratsam, dass diejenigen, die einen sehr unspezifischen Studiengang haben wie Germanistik, Geschichte etc., sich eben noch Fremdsprachen, erweiterte Computerkenntnisse, Führungserfahrung, Praktika etc. aneignen. Ich habe jetzt den aktuellen Arbeitsmarkt für Akademiker nicht konkret im Blick, deswegen würde mich mal Deine / Eure Einschätzung interessieren: Mir scheint auch, dass die Arbeitsmarktproblematik regional sehr unterschiedlich ist. Ich würde mal schätzen, dass man auch als eher unspezifisch qualifizierter Geisteswissenschaftler viel eher auf dem Land Arbeit findet als in Großstädten, bspw. in regionalen Verwaltungen, Lokalzeitungen etc. Es bewerben sich halt alle Akademiker in die Städte, mit den bekannten Folgen der Landflucht. Ich habe das bei einem Freund von mir erlebt, der eben nach >100 Bewerbungen (schlechte Abschlussnote, quasi unverwendbares Studium etc.) dann doch endlich eine Stelle in der Verwaltung in irgendeinem Dorf gefunden hat - mit über 2400€ brutto Einstiegsgehalt, sehr guten Chancen auf Entfristung und über 6 Monaten entspannter Einarbeitungszeit.
  8. Es gibt auch evolutionäre Erklärungen dafür, warum MMF bei den meisten Männern auf solchen Widerwillen stößt. Denn traditionell war Sex, der ja eine mögliche Schwangerschaft bedeutet, auch oft mit Ressourcenteilung verbunden - der Mann musste Ressourcen für Frau & Kind(er) herbeischaffen. Dadurch entwickelt sich natürlich eine enorme Abneigung gegen die Vorstellung, dass man als Mann die eigenen Ressourcen für Kinder fremder Männer bereitstellt. Bei MMF ist das Risiko einer Schwangerschaft nun höher als bei FFM und vor allem die Vaterschaft völlig ungeklärt. Da helfen auch heutige DNA-Tests nur wenig, gegen Gefühle anzuwirken, die sich über Jahrmillionen hinweg entwickelt haben. Die Frage nach der Vaterschaft ist bei FFM dagegen eher unproblematisch. Dazu kommt, dass für Männer eine fremdgehende Frau neben den emotionalen Verletzungen auch einfach ekelerregend werden kann. Oralsex, nachdem da vor kurzem noch ein anderer Mann seinen Penis reingesteckt hatte? Igitt. - Bei Frauen gibt es solche Ekelgefühle anscheinend weniger, im Gegenteil wird ja bekanntlich ein Mann, der mit vielen Frauen Sex hat, oft um so mehr als sexy wahrgenommen. Ich vermute, dass das mit obigem und zudem mit einer asymmetrischen Ansteckungsgefahr bei STDs zu erklären ist.
  9. Welche Fachrichtung? Uni/FH? Elektrotechnik TU. Anforderung Informatik identisch, nicht soo weit weg von Mathe/Physik Außer in Fächern mit Staatsexamen können die Unis sich die Lehrpläne so gestalten wie sie möchten und die Profs können die Inhalte ihrer Seminare & Vorlesungen so gestalten wie sie es wünschen. Um mal ein Extrembeispiel zu nehmen: Wenn Du in Harvard studierst, dann hat Dein Studium einen anderen Schwierigkeitsgrad als an der FH in Buxtehude. Nur weil Du nicht lernen musstest, heisst das nicht, dass andere auch nicht lernen müssen.
  10. Game of Thrones: Beste. Serie. Aller. Zeiten. Hier die Trailer: Season 1: Season 2: Season 3: https://www.youtube....h?v=RzI9v_B4sxw Ab März die dritte Staffel. Warum ist sie gut? Weil sie mutig ist, intelligent, spannend und komplex. Ich mag es, wenn eine Serie nicht nur aus gutaussehenden Mittzwanzigern besteht (wie bspw. Heroes), sondern man auch den Mut hat, echte Charakterfressen zu besetzen und sich nicht scheut, den Figuren auch echt hässliche Seiten anzudichten (optisch wie was die Persönlichkeit angeht). Die Bücher sind mindestens genauso gut, aber das Englisch ist relativ anspruchsvoll.
  11. Für mich klingt das alles doch ganz gut. Du bist reflektiert, erkennst Deine eigenen Stärken und Schwächen und scheinst haöbwegs locker damit umzugehen, Du bist sozial engagiert und eingebunden, klingst als hättest Du einen Plan, wie Du Deine Schwächen behebst, etc. Dass Du nach Deiner ersten Kündigung an Deiner Karriereperspektive zweifelst, das ist doch völlig normal und Du wirst da schon rausfinden. Sprich über Deine Karrierepläne mal mit jemandem, der Dich gut kennt und sich auch mehr in beruflichen Fragen auskennt als Du. Deiner Firma kannst Du übrigens auch ein Abschlusszeugnis vorschreiben und die das dann einfach nur unterschreiben lassen, denen ist das oft eh egal und wenn die Zeit sparen können, warum sollten die das dann nicht machen.
  12. Und wenn das jetzt ein Hetero ist, der seine Finger gestern noch im Hintern eines Mädchen hatte, wäre das dann besser? Oder einer, der vielleicht sexuell etwas... sagen wir mal: ungewöhnlicher lebt und der seine Finger vielleicht in seinem eigenen Hintern drin hatte? Vielleicht sogar gerade eben noch? Guck mal hier: http://tinyurl.com/bj7euy9 Da heißt es auch, Du wärst noch heilbar. Also Glück gehabt!
  13. Weiterbildungen (Aufbaustudium gehört für mich dazu) selbst finanzieren? Mit Arbeit? Man arbeitet 3 Jahre, spart, finanziert sich dann selbst. Oder arbeitet nebenbei. Ja ist das nicht völlig normal? Ist es, denn das ist ja auch der Fall. Normalerweise haben Aufbaustudiengänge (niedrige) Studiengebühren, normalerweise gibt es kein H4 für Studis. Scrai hat doch auch schon angekündigt, dass er nach Nebenjobs sucht: Den Post in dem er seine Suche nach einer Stelle als Kassierer beschrieben hat kannst Du Dir selbst raussuchen. Was also noch? Mehr Studiengebühren? Kein H4? Wieso werden Informatiker denn jetzt alle gleich zum Sesselpupser?
  14. Er bekommt sein Studium ja auch nicht "gesponsort", sondern nutzt eine seltsame Gesetzeslücke aus. Vermutlich muss er dennoch die x Bewerbungen schreiben wie ein "normaler" H4-Empfänger, vermutlich macht er das auch, vermutlich würde er dann auch einen Job annehmen, wenn einer halbwegs passend ist. Insoweit ist es doch sinnvoller, dass er seine Zeit als Arbeitsloser nicht nur mit Bewerbungen, sondern auch mit Weiterbildung verbringt. Wenn er den Job in Hof nicht annehmen mag, ist das vielleicht für mich & Euch nicht nachvollziehbar, aber immer noch seine eigene Sache - und das Recht, als unpassend empfundene Jobs abzulehnen, hat ja jeder von uns auch. Vermutlich wird man Scrai dann eben irgendwann auch entsprechend den H4-Satz kürzen. Die ganze Diskussion hier schwankt ja zwischen Stammtisch-Parolen, Grundsatzdiskussion und Einzelfallbesprechung hin- und her. Prinzipiell finde ich es richtig, dass es einem arbeitswilligen Menschen mit einem sinnvollen Konzept für seine Zukunftsplanung ermöglicht wird, einen Aufbaustudiengang zu besuchen, ohne nebenbei Burger braten zu müssen. HartzIV ist schon vom Konzept her nicht dafür ausgelegt und Scrai ist jetzt auch bei meinem langen Uni-Leben der einzige Fall von dem ich höre. Deswegen ist das System des kostenlosen Studiums im Prinzip schon richtig und H4 auch, nur in dieser Kombination irgendwie komisch, weil nicht so konzipiert & üblich. Unterschiedliche Weiterbildungen werden unterschiedlich subventioniert, Scrai mit dem kostenlosen Studium, Du mit Deiner steuerlich absetzbaren Weiterbildung. Ich sehe da nur einen graduellen Unterschied. Aber diese ganzen Parolen à la "Für solche Leute brauchen wir Studiengebühren", "Der faule Hartzer soll sich hier nicht in der sozialen Hängematte ausruhen" etc., die gehen mE an diesem Fall vorüber. @ Flying Suicide: Was wäre denn Deiner Meinung nach die Lösung? Kein H4 für 28-jährige Akademiker? Studiengebühren für alle Aufbaustudiengänge? Arbeitspflicht für Akademiker? Über die Einstellung streiten ist eine Sache, über das "System" bzw. die sozialen Institutionen eine andere. Ich finde die Lösung von Scrai auch nicht schön, meinetwegen sollte er lieber einen Kredit aufnehmen oder sich durch Nebenjobs finanzieren. Ist ja nicht so, dass er nicht nach Arbeit sucht, in einem früheren Post hatte er ja auch über seine erfolglosen Bemühungen, bei IKEA an der Kasse zu arbeiten, geschrieben. Ich gehe mal davon aus, dass ihn das schon auch genug wurmt.
  15. Scrais Studium ist doch ein Aufbaustudium. Also eine Form der Weiterbildung. Es gibt doch eine ganze Menge Weiterbildungsangebote, die vom Staat finanziert oder zumindest subventioniert werden - von den Weiterbildungsmaßnahmen der Arge bis hin zu der Tatsache, dass auch Du, JohnAntony, Deine Weiterbildungen steuerlich absetzen kannst. Das Ganze hat ja auch einen Sinn, wenn man sich mal kurz Gedanken darüber macht, dass wir in einer hochgradig ausdifferenzierten Wissensgesellschaft leben, in der zahllose Spezialisten gefragt sind, die es ja nur mit andauernden Weiterbildungen geben kann. Vom Konzept des lebenlangen Lernens mal abgesehen. Kurz: Es ist völlig richtig, dass die Politik Weiterbildungen unterstützt. Ich gehe davon aus, dass Scrai mit einer relativ großen Wahrscheinlichkeit langfristig in der Lage sein wird, beide Studiengänge zu Markte tragen zu können. Die Digital Humanities sind ja nicht umsonst ein aufstrebender Zweig in den Wissenschaften und ich weiß, dass Institutionen wie die DFG, BMBF, RP7 & co. ordentlich Geld da reinbuttern - sicher nicht ohne Grund. Auch in anderen Institutionen wie Bibliotheken, Schulbuchverlagen usw. sind Leute, die zwei derartige Standbeine haben, durchaus gefragt. Auch wenn Scrai hier am Jammern ist, sein Vorhaben ist ja nicht ohne Konzept angelegt und scheint mir relativ schlüssig zu sein. Kurz: Eine Gesellschaft, die gut ausgebildete Arbeitslose zum Burgerbraten schickt statt in die Weiterbildung, die macht etwas falsch. Ebenso wenn sie Weiterbildungen so teuer macht, dass danach die Schuldenfalle droht. Meiner Meinung nach sind das dann nur noch die Details, über die man dann diskutieren kann: Was gilt als akzeptable Verschuldung, wie hoch sollten die Studiengebühren für solche Zweitstudiengänge sein, sollte es nicht mehr Stipendien gerade für solche Leute geben, sollte man die Unis nicht mit einer zusätzlichen Akademikersteuer finanziell besserstellen etc.
  16. Scrai, Du bist doch ein intelligenter Mensch. Aber wenn Du mal etwas negatives oder beängstigendes hörst, schaltest Du anscheinend sofort ab, fragst nicht nach, sondern machst Dir erst einmal gehörig in die Hose. Die Mietsteigerungen von 10%, von denen Du neulich noch gesprochen hast, beziehen sich auf Neuvermietungen. Das bedeutet: Wenn Peter in einer Wohnung wohnt, für die er 800€ bezahlt, und auszieht, muss Paul für dieselbe Wohnung schon 880€ bezahlen. Die normalen Mieterhöhungen aber, die Paul über sich ergehen lassen muss während er jahrelang in der Wohnung wohnt, betragen ja nie im Leben 10%, sondern nur so ungefähr 2% (mehr nur dann, wenn renoviert wurde).
  17. Diese 20.000€ sind aber für den Staat durchaus eine gute Investition, denn der durchschnittliche Ex-Student zahl auch mehr Steuern als jemand der nicht studiert hat... Das wird sicher auch für Scrai gelten, denn auch wenn er sich jetzt unsicher fühlt und schlecht drauf ist, ist die Wahrscheinlichkeit einfach sehr groß, dass er ab Mitte 30 auf einer gut bezahlten Position sitzen wird, Beamter oder nicht.
  18. Du hörst Dich langsam an wie jemand, der zwei schöne Hemden hat, eines anzieht und dann jammert, dass das andere dann ungenutzt im Schrank hängen muss. Unrealistisch sind Deine Berechnungen und Einschätzungen auch, aber das zähle ich Dir jetzt nicht auch noch auf. Bedenke bitte statt dessen auch, dass Du mit längeren Pendeleien, beim Umzug, bei neuen Schulungen etc. auch Lebenszeit verlierst, und da Zeit Geld ist, hast Du damit dann noch weniger Geld. "Glücklich wirst Du da nicht!" - Ja, das ist natürlich doof, wenn man in einer der reichsten und schönsten Gegenden Europas mit guter Bezahlung, viel lokaler Kultur, schöner Natur, viel Angebot und hoher Lebensqualität nicht glücklich sein kann! Das liegt halt an den Leuten dort, am Nahverkehr, an den hohen Kosten für Strom und Versicherungen und am Studium, das einem bekanntlich ja die schlimmste Zeit des Lebens beschert! Was kann man da nur machen? Nix. Da kann man nix machen. Sorry.
  19. Du hast aber auch ein Talent, Dir alles schlecht zu reden. In einem Deiner vorherigen Posts hast Du Dich doch schon so über Nahverkehr und Versicherungen aufgeregt, die Dir Dein Leben so sehr beschweren... das sind doch nur kleine Ausgaben! In München selbst kannst Du außerdem 10 Monate lang alles ganz wunderbar mit dem Fahrrad erledigen. Und als Beamter bekommst Du eh Zuschüsse zur PKV und bist damit deutlich billiger dran als jeder in der GKV. Du bist zudem ja vielleicht nicht immer Single und für ca. 1000€ kriegt man locker schöne Wohnungen für zwei Leute und ab ca. 1200€ schon ein kleines Häuschen im Grünen. Von Augsburg aus kann man gut pendeln und das Münchner Umland gewinnt gerade enorm an Lebensqualität, weil total viele junge Leute dahin ziehen, weil die sich die Innenstadt nicht leisten können. Und vor allem: Du bist halt nicht mehr in Chemnitz, sondern in einer richtigen Großstadt, dazu noch in einer, in der man wirklich gut leben kann. Habe selbst im letzten Sommer vier Monate in München gewohnt, das ist schon schön dort. Freu Dich doch einfach mal, dass Du im Sommer dann mit Brezn und Obadzda und Augustiner Hefeweizen und Festanstellung und Zukunftsperspektive im Biergarten oder auf Deinem Balkon sitzen kannst, statt in Deiner Studi-Bude in Chemnitz.
  20. Herzlichen Glückwunsch! Da kannst Du am Wochenende wenigstens mal so richtig feiern gehen! Dein erstes Studium muss auch gar nicht hinfällig sein, Du weißt ja gar nicht, was sich mit dem doppelten Abschluss für Möglichkeiten auftun. Könnte ja durchaus sein, dass man Dich dafür mal in Bibliotheken, Museen, Schulen, Schulbuchverlagen, Online-Bildungsinstitutionen etc. auf eine höhere Stelle hieft, weil man dort auch bestimmte Inhalte ein- bzw. aussortieren muss. Sieh es mal so: Zwei Studienabschlüsse, mehr (!) als doppelte Möglichkeiten.
  21. Wie das? 1. Dinge anfangen -- 2. Dinge beenden -- 3. Feststellen, wie ungemein befriedigend das ist, etwas abgeschlossen und beendet zu haben -- 4. Profit
  22. Das klingt für mich nach schlichtweg mangelnder Erfahrung. Das Schöne an Erfahrung ist ja eben, dass sie es Dir erlaubt, schnell verschiedene Optionen evaluieren und kontextualisieren zu können. Dazu kommt noch, dass sich bei Dir vermutlich kein Nutzen manifestiert. Wenn man Schwedisch lernt, aber nie oder nur selten davon profitieren kann, also mit Schweden spricht, nach Schweden reist, etc., dann ist das Ganze ein reines Glasperlenspiel und es ist doch normal, dass dann die Lust am Neuen neu geweckt wird. Schließlich muss man auch Durchhaltevermögen lernen. Bring Dir das doch einfach mal bei, persistent zu sein. Immerhin ist das ja auch einer der wichtigsten, wenn nicht DER wichtigste Schlüsselskill für Erfolge in allen Bereichen des Lebens.
  23. Auch wenn Du erst mit 31 Jahren mal in eine andere Stadt umziehst, ist das alles kein Problem, weil es ja heutzutage viele Leute gibt, die andauernd in andere Städte umziehen müssen und dort ebenfalls neue Kontakte suchen. Das ist nur neu für Dich und deshalb bist Du schüchtern, aber meiner Erfahrung nach ist so ein radikaler Neuanfang wirklich gut für die persönliche Entwicklung - BESONDERS für Dich als angehenden Lehrer. Besonders spektakulär und radikal ist ein Umzug innerhalb Deutschlands ja nun auch wieder nicht. Im Master hast Du haufenweise Studienkollegen, von denen dann auch viele neu in der Stadt sein werden; dann machst Du noch einen Sportkurs und suchst Dir eine Skat-Runde / eine Band / einen Tanzkurs / engagierst Dich gemeinnützig und nach ein paar Monaten hast Du Dir ratz fatz einen neuen Freundeskreis aufgebaut. Ich bin in den letzten fünf Jahren vier Mal in eine andere Stadt umgezogen und das hat alles wunderbar geklappt. Man muss sich nur neu organisieren und die Abende so planen, dass man mit anderen Leuten zusammentrifft. Die meisten Menschen freuen sich ja total, mal jemand neues kennenzulernen. Allein dieses Forum hier bietet Dir mit seinen Lairs ja auch viele Möglichkeiten, mit Menschen zusammenzukommen, die gerne mal ein Bierchen trinken und sich austauschen. Und Du bist doch ohnehin schon in einer LDR, da würde sich doch dann nicht sooo viel ändern, Du ziehst ja vermutlich nicht gleich von Kiel nach Konstanz...
  24. Häh? 70% der Geisteswissenschaftler fallen 3x durch eine Informatik-Prüfung? Jeder zweite Informatiker fällt 3x durch dieselbe und muss dann sein Studium abbrechen? Vielleicht meinst Du, die fallen alle beim ersten Versuch durch die Prüfung? Ich habe gerade mal nachgeschaut und die Abbrecherquote in der Informatik liegt unter 40%. Wenn man dabei noch mitrechnet, dass ein guter Teil der Abbrecher entweder ohnehin nur Scheinstudent war oder aus Gründen, die nicht mit dem Fach zusammenhängen (Krankheit, familiäre Probleme, Visum-Probleme etc.) abgebrochen haben, dann müsste die Informatik eine Erfolgsquote von mindestens 70% haben - und selbst dann hast Du immer noch nicht die Leute mitbedacht, die einfach nur keinen Bock mehr haben und sich einfach nur umentscheiden. Der Anteil der Leute, die es trotz aller Bemühungen schlichtweg nicht schaffen, dürfte dann von diesen 70%- und 50%-Zahlen weit entfernt sein. Falls Du an einer Uni studierst, die aus irgendeinem Grund besonders hohe Abbrecherquoten hat, kannst Du doch bestimmt wechseln. Informiere Dich lieber mal bei Deiner stud. Fachschaft, wie hoch die Abbrecherquoten wirklich sind.
  25. Mach doch was in Kanada. Kann ich nur weiterempfehlen. Ist eine interessante Erfahrung. Man kann nicht nur sein Englisch, sondern auch sein Französisch üben. Auch das Wetter ist interessant hier: http://imgur.com/gallery/yAULzxa